SPD-Unna auf Klausur in Bad Sassendorf

Unna. Am vergangenen Wochenende traf sich der erweiterte SPD-Stadtverbandsvorstand zu einer Klausur in Bad Sassendorf. Freitag und Samstag diskutierten die Genossinnen und Genossen über die verlorenen Wahlen und die zukünftige Arbeit des Stadtverbandes. Nach einer Einleitung von der SPD-Vorsitzenden Anja Kolar erläuterte SPD-Unterbezirksgeschäftsführer Robin Baranski die Ergebnisse der Landtags- und Bundestagswahl.

In der anschließenden Diskussion zeigten sich die Mitglieder des Stadtverbandsvorstandes und die Ortsvereinsvorsitzenden durchaus selbstkritisch. Nicht an allen Stellen funktionierte der Wahlkampf einwandfrei und auch in Unna musste die SPD herbe Verluste hinnehmen. Zukünftige Wahlkämpfe müssten deutlich mehr an den Kernthemen ausgerichtet und noch näher an den Wählerinnen und Wählern geführt werden, war eine der Kernaussagen. Dazu bedürfe es allerdings auch einer intensiveren Unterstützung aus der Landes- und Bundespartei.

Im Anschluss an den Vortrag von Robin Baranski legte die Unnaer SPD den Fokus auf die Kommunalpolitik. Gemeinsam beriet man über die zukünftige Arbeit und diskutierte, wie der SPD-Stadtverband wieder mehr in Unnas Öffentlichkeit stattfinden könnte. Unter den Schlagwörtern „Themen“, „Kommunikation“ und „Organisation“ bildeten sich drei Arbeitsgruppen, die bereits am Freitagabend in die ersten inhaltlichen Gespräche einstiegen.

Am Samstag begrüßte die Gruppe den SPD-Fraktionsvorsitzenden Volker König. Er berichtete von der Fraktionsarbeit der letzten Monate und gab für die Fraktion einen inhaltlichen Ausblick bis zur Kommunalwahl 2020.

Ab dem kommenden Jahr plant die SPD Unna eine regelmäßige Veranstaltung unter dem Titel „Unna im Gespräch“. Das Format wird es möglich machen, zu bestimmten Themen mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen, Anregungen, Ideen und Sorgen mitzunehmen, sie abzuarbeiten und in regelmäßigen Abständen darüber zu berichten, was daraus geworden ist.

Die Vorsitzende Anja Kolar zeigte sich im Anschluss an die Klausur zufrieden: „Wir haben sehr offen und ehrlich diskutiert und viele gute Ideen gesammelt. Die gebildeten Arbeitsgruppen nehmen sofort ihre Arbeit auf und sollen bis zu unserer Stadtverbandssitzung im Februar 2018 erste Ergebnisse erarbeiten. Ziel muss sein, dass die SPD in Unna wieder sicht- und hörbarer wird.“

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