„NSU“, die Opfer bleiben in Ihren Sinnen

Unna. Die Lesung: „Die haben gedacht, wir waren das“ und die Ausstellung „Sie hatten einen Namen“ in der Schwankhalle im zib am Mittwoch, 8. November 2017 um 18.30 Uhr befassen sich mit den Themen Gewalt und Rassismus.

Welche Spuren hinterlassen Rassismus und Gewalt bei den Betroffenen? Wie hat es sich auf die Opfer des Nagelbombenanschlags in der Kölner Keupstraße ausgewirkt, dass sie jahrelang selbst dieser Tat verdächtigt wurden bevor man dem NSU auf die Spur kam?

Vierzig Persönlichkeiten aus Publizistik, Wissenschaft und Politik, allesamt mit Migrationshintergrund, setzen sich aus ihrem Blickwinkel mit dem NSU-Komplex und seinen Auswirkungen auseinander und nehmen Stellung.

An diesem Abend sind vertreten:

  • Kemal Bozay, Wissenschaftler an der FH Dortmund und der Uni Köln
  • Ali Sirin, Sozialwissenschaftler, Planerladen Dortmund
  • Funda Özfirat, Lehrerin
  • Kutlu Yurtseven, Initiative Keupstraße, Musiker und Schauspieler
  • Gleichzeitig wird die vom Bielefelder Verein für Demokratisches Handeln e.V. konzipierte Ausstellung „Sie hatten einen Namen“ in dem Hauptteil der beteiligten Zeitungen gezeigt. 170 Todesopfern rechtsextremer Gewalt aus den Jahren 1990 bis 2010 soll eine Öffentlichkeit verschafft werden. Nicht als „Opfergruppe“, sondern als Individuen, die in dieser Gesellschaft gelebt haben, Teil von ihr waren und einen Namen hatten.

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