400 neue Jobs im Aluwerk Unna werden prognostiert – Investition von 100 Millionen geplant – Aluwerk will asiatische Märkte erobern

Von Aufsichtsräten versteht Thomas Wiese wirklich was. Bevor er wieder Vorstand seines Unternehmens Aluminiumwerk Unna AG wurde, war er Vorsitzender des Aufsichtsrates. – Foto: Rudi Bernhardt

Hoher Bedarf an jungen Fachkräften

Die neuen chinesischen Eigentürmer des Aluminiumwerkes wollen den Standort massiv ausbauen. Neue Hallen und Anlagen im Wert von mehr als 100 Millionen Euro sind geplant. Nach WDR-Informationen rechnet der Vorstand mit 400 neuen Arbeitsplätzen. Mehrfach stand das 1914 gegründete Aluminiumwerk in Unna vor der Pleite. Jetzt hat es das größte Expansionsprogramm seiner Geschichte vor sich.

Rohre aus Unna weltweit gefragt

Es dürfte in den kommenden Jahren viel Bauaktivitäten auf dem Werksgelände am Uelzener Weg geben. Die Wunschliste von Vorstandschef Thomas Wiese ist lang. Er plant den Abriss alter Gebäude und den Neubau von Werkshallen, damit weitere Strangpressanlagen aufgestellt werden können.

Die nahtlos gepressten Rohre „made in Unna“ sind weltweit gefragt, besonders in der Luft- und Raumfahrtindustrie. In Unna hofft man, dass die Muttergesellschaft die Tür zu den lukrativen asiatischen Märkten öffnet, etwa für den neuen chinesischen Flugzeughersteller Comac, der Airbus und Boeing Konkurrenz machen will.

Junge Fachkräfte gesucht

Damit einher geht ein gewaltiger Fachkräftebedarf: 400 neue Stellen vom Ingenieur über den Industrieschlosser bis zum Verkaufsprofi in der Verwaltung. An der Ernsthaftigkeit der Chinesen besteht in der Belegschaft kein Zweifel. „Die Chemie stimmt“, sagt Betriebsrat Hans-Joachim Siebenhühner, der darauf hinweist, dass auch in Zukunft die Tariflöhne der Metallindustrie bezahlt würden. Vorstandschef Wiese ergänzt: „Das ist für uns und den Standort Unna wie ein Sechser im Lotto!““

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.