Unna ist und bleibt bunt und offen – Interkulturelle Wochen

Auch eine Tradition: Nach dem polyglotten Gebet in der Bürgerhalle versammelt der Bürgermeister die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor dem Friedensstein. – Foto: Rudi Bernhardt

Gebet der Religionen
„Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt.“

Wann: Montag, 18. September 2017, 18.00 Uhr
Wo: Rathaus der Stadt Unna, Bürgerhalle, Rathausplatz 1, Unna

Unna. In einer zerrissenen Welt reicht es nicht aus zu betonen, Islam heiße Frieden, Christentum bedeute Liebe und Judentum Menschlichkeit, vielmehr müssen dieser Frieden, diese Liebe und diese Menschlichkeit jederzeit sichtbar werden.

Es ist an der Zeit, dass wir uns über die Grenzen religiöser und weltanschaulicher Verankerungen hinweg für das Wohl und den Frieden in unsere Stadt, unserem Land und im internationalen Kontext engagieren. Interreligiöser Dialog bedeutet nicht nur, miteinander zu sprechen, sondern auch gemeinsam zu handeln im Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit.
Vor und nach dem Gebet Mitmachaktion „Eine Leine BUNtes – Bilder, Ideen und Gedanken zur kulturellen Vielfalt“ (Bürgerhalle im Rathaus Unna 17.30 bis 18 Uhr und
19 bis 19.30 Uhr) im Rahmen des Projektes „ANKOMMEN – AUSKOMMEN“

Das rechte Spiel mit der Religion

Wann: Dienstag, 19.September 2017, 19 Uhr
Wo: Nicolaihaus, Nicolaistraße 3, Unna

Die Rechtsaußenparteien in Deutschland weisen zunehmend kulturkämpferische und religiöse Bezugnahmen auf. Dabei wird der Rassismus übertragen auf Kultur-und Glaubensfragen und unterschiedliche religiöse Glaubensrichtungen werden gegeneinander ausgespielt.
Referent: Alexander Häusler, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Forschungsschwerpunktes Rechtsextremismus/Neonazismus der Hochschule Düsseldorf.
Moderation: Sevgi Kahramann-Brust
Nach den Fragen an den Referenten wird der Kurzfilm „Drei Religionen an einem Tisch“ gezeigt. Anschließend erfolgt die Podiumsdiskussion mit den Vertretern der Religionen in Unna:
• Jüdische Gemeinde «haKochaw», Alexandra Khariakova
• Türkisch Islamische Gemeinde zu Unna e.V., Yusuf Koç
• Katholische Gemeindereferentin, Michaela Labudda
• Evangelische Pfarrerin, Barbara Dietrich

„35 Jahre türkisch-islamische Gemeinde Unna“ und „Glückauf in Deutschland“

Wann: Mittwoch, 20. September 2017, 19 Uhr
Wo: zib, Lindenplatz 1, Unna.
Guntram Schneider, ehemaliger Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW und Werner Kolter, Bürgermeister der Kreisstadt Unna, eröffnen an diesem Tag die Ausstellungen.
Das Gespräch mit Zeitzeugen unter der Moderation von Cengiz Tekin wird von dem Duo Sevgi & Merhaba musikalisch begleitet.

Am 7. März 1982 wurde die „Türkisch-Islamische Gemeinde zu Unna e.V.“ gegründet. In der Ausstellung werden Fotos aus der Entstehungsgeschichte der türkisch-islamischen Gemeinde gezeigt.
Am 30. Oktober 1961 unterzeichneten Deutschland und die Türkei ein Anwerbeabkommen, das dringend benötigte Arbeitskräfte für die Industrie nach Deutschland bringen sollte.

76 Jugendliche, 13-15 Jahre alt, kamen am 24. November 1964 aus der Türkei nach Dortmund, Castrop-Rauxel und Datteln um im Bergbau zu arbeiten. Sie wurden bei Pestalozzifamilien und in einem Lehrlingsheim untergebracht. Sie wollten eine Ausbildung im Bergbau beginnen und später einmal Ingenieur werden. Ein Deutschkurs sollte das Leben für beide Seiten erleichtern.

War es ein Abenteuer? War es die Not, die sie nach Deutschland geführt hat? Es war von allem etwas.

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