Lärm und Sicherheit auf der B1: Da kann noch was getan werden!

Diese Durchfahrten sind schon arg belastend. – Foto: Ralph Bürger

Unna. Die Bundesstraße 1 mit ihrer Ortsdurchfahrt Unna bleibt in der politischen Diskussion. Die Kreuzungen sind Unfallschwerpunkte, der nächtliche Lärm macht Anwohnern zu schaffen. Ralph Bürger – Sprecher der SPD-Fraktion für Stadtentwicklung und Umwelt – meint dazu: „Es besteht Handlungsdruck und es liegen Lösungsmöglichkeiten und Vorschläge auf dem Tisch. Die Verwaltung hat das auch erkannt und möchte in Zusammenarbeit mit STRASSEN-NRW zumindest die Verkehrssicherheit erhöhen.“

Thema „Lärm“: Lärm ist für die Anwohner insbesondere des Nachts ein Problem. In der Kritik stehen immer wieder durchfahrende LKW. Obwohl die B1 parallel zur A 44 führt, nutzen offenbar LKW-Fahrer die B1, um die auf der Autobahn fällige Maut zu sparen. Ralph Bürger wandte sich hierzu an den Bundesverkehrsminister. Dieser teilte vor kurzem mit, dass ab Januar rund 40000 km Bundesstraßen in die Mautabrechnung einbezogen werden, somit also auch die Unnaer B1. Vermutlich wird die Zahl der Ortsdurchfahrten von LKW dann sinken. Aus Sicht von Ralph Bürger reicht das jedoch nicht aus, dem nächtlichen Lärm beizukommen. Hier empfiehlt er, zunächst eine Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit von 70 auf 50 zwischen 22 und 6 Uhr einzuführen. Und wenn das nicht reicht, ein nächtliches Durchfahrtverbot für LKW´s anzuordnen.

Wenn es zu Sanierungen der Fahrbahn komme, müsse „natürlich“ auch „Flüsterasphalt“ eingesetzt werden. Bei den gefahrenen Geschwindigkeiten auf der B1 sei dieser lärmdämpfende Asphalt „hörbar“ wirksam.

Thema „Sicherheit“: Die Ampelkreuzungen (B1 mit Hertinger Straße, Iserlohner Straße, Kessebürener Weg) bleiben im Gespräch. Hier eine klare Aussage von Baudezernent Michael Ott am 1. Juli im Hellweger Anzeiger: Er werde gegenüber Straßen NRW „massiv Druck machen.“

Vorher schon hatte der SPD-Ortsverein Oberstadt auf Antrag von Ralph Bürger beim Rat der Stadt den Zustand der Kreuzungsbeleuchtung (Kreuzung B1/Hertinger Straße) als dringend verbesserungsbedürftig bezeichnet. Hier fehlen die für eine ausreichende, flächendeckende Beleuchtung notwendigen zentralen Lichtmasten. In der dunklen Jahreszeit ein deutliches Manko! Ralph Bürger ergänzt: „Nicht nur die Kreuzungsfläche ist unzureichend ausgeleuchtet. Die Lichtsignale sind am Tage teilweise schlecht sichtbar, da sie offenbar noch nicht gegen LED ausgetauscht wurden.“ Weiterhin ist aus seiner Sicht zu untersuchen, ob der Verkehrsraum mit seinen Aus- und Einfahrten nicht optimiert werden kann.

Die öffentlichen und in der Presse genannten Ankündigungen der Verwaltung zu den hier aufgeführten Themen sollten eigentlich in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr angesprochen werden. Auf der Tagesordnung zum 13. September erscheint die B1 derzeit jedoch nicht.

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