Ausstellungseröffnung am 9.September 18 Uhr: Durchblicke – Glasmalereien von Wilhelm Buschulte

Unna-Massen. Im Künstlerhaus Buschulte wird am 9. September um 18 Uhr die Ausstellung „Durchblicke – Glasmalereien von Wilhelm Buschulte“eröffnet. An diesem Abend wird der Geschäftsführer der Glasmalerei Peters Studios, Wilhelm Peters und langjährige Wegbegleiter des Glaskünstlers thematisch in die Glasmalereien einführen. Die Ausstellung entstand erstmalig in enger Zusammenarbeit mit der Glaswerkstatt Peters und zeigt Probescheiben für Kirchenfenster, die nach Entwürfen von Wilhelm Buschulte ausgeführt wurden. Ergänzend werden Entwürfe und der Entstehungsprozess dargelegt mit den Originalen aus dem Archiv des Nachlasses von Maria und Wilhelm Buschulte.

Außerdem wird die Eröffnung musikalisch von Jörg Budde (Saxophon) begleitet. Vom 9. September bis 1. Oktober wird das Künstlerhaus immer am Sonntag von 11–17 Uhr geöffnet. Der Besuch ist kostenlos. Während des Ausstellungszeitraums sind Führungen auf Anfrage durch das Künstlerhaus möglich. Am 17. September wird sich das Künstlerhaus Buschulte auch am „KUNSTORTUNNA NAHAUFNAHME“ mit der Ausstellung und einem Porträt-Workshop mit der Künstlerin Franka Burde von 13-15 Uhr beteiligen.

Inhalt der Ausstellung:

Der Künstler, der annähernd sechs Jahrzehnte die Glasmalerei in Deutschland prägte und für über 350 Gebäude zahllose Fensterentwürfe lieferte, gehört in der glasmalerischen Nachkriegsgeneration zu den großen sieben Glaskünstlern, welche den Weltruf der deutschen Glasmalerei begründeten und ihn bis heute aufrechterhalten.

In dieser Exposition in Unna soll dies entsprechend gewürdigt werden. Im Entstehungsprozess der Glasmalereien wurden von der Glaswerkstatt sogenannte Probescheiben angefertigt und versuchsweise eingesetzt, die Ausschnitte aus dem gesamten glasmalerisch bearbeiteten Fenster darstellen. Dadurch erhält man eine Vorstellung der Wirkung der entworfenen Kirchenfenster. Dies ermöglicht, die sonst nur aus größerem Abstand wahrnehmbaren Glasbilder einmal aus der Nähe im Künstlerhaus an ihrem Ursprungsort wahrzunehmen. Ergänzend werden Entwürfe und Fotos sowie kleinere Vorhängescheiben zur Darstellung der Werkgenese ausgestellt.

Die Glasmalerei lebt von der Verbindung von Licht und Farbe. Anders als bei anderen Maltechniken tritt bei der Glasmalerei neben der Farbe durch die Materialität des Lichts eine neue Dimension hinzu, welches dem Glasbild – abhängig vom Spiel des Lichts – eine besondere Lebendigkeit verleiht. In der mittelalterlichen

Himmlisches Jerusalem aus der Petri Kirche in Westerstede.

Theologie, angelehnt an Platons Sonnengleichnis, ist es das göttliche Licht, welches der irdischen Materie Sichtbarkeit, aber auch Leben und Schönheit verleiht. In seinen weitgehend für sakrale Räume entworfenen Glasbildern war Wilhelm Buschulte diese theologische Dimension immer wichtig. Im Titel „Durchblicke“ ist dies enthalten.

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