10plus!-Einführungstage des GSG auf der Wewelsburg

GSG-Schüler vor einer besonderen Burgkulisse: Da wird der Name ihrer Schule sehr verpflichtend.

Unna/Düren. Das Ende der Ferien begann für die neue Stufe 10 am Geschwister-Scholl-Gymnasium mit dem Koffer in der Hand. Kaum hatte das neue Schuljahr begonnen, da ging es für die 91 Schülerinnen und Schüler bereits auf große Fahrt.

Zum zweiten Mal waren die ersten Schultage der neu zusammen gesetzten Jahrgangsstufe 10 dem Workshop 10plus! gewidmet. Gleich nach Erhalt der neuen Stundenpläne ging es für die frisch gebackenen Oberstufenschülerinnen und -schüler mit dem Bus zur Wewelsburg bei Düren, wo sie die nächsten drei Tage Gelegenheit bekamen, sich kennenzulernen und auf die veränderten Lern- und Lehrbedingungen vorzubereiten.

Denn nicht wenige Schülerinnen und Schüler empfinden den Übergang von der Sek I in die Sek II als einen großen Einschnitt in ihrer Schullaufbahn. Die gewohnten Klassenverbände lösen sich auf, neue Schülerinnen und Schüler kommen als Seiteneinsteiger hinzu. Um die Jugendlichen auf die neuen Bedingungen vorzubereiten und ihnen ausreichend Gelegenheit zu geben, sich im Spiel und in der Arbeit kennenzulernen, veranstaltet das GSG mit den Schülerinnen und Schülern zu Beginn dieser wichtigen Ausbildungsphase den zweitägigen Workshop 10 plus!.

Während dieser im letzten Jahr noch an der Schule stattfand, ging es in diesem Schuljahr auf eine dreitägige Stufenfahrt zur Wewelsburg. Bereits am Mittwochnachmittag begannen die 90minütigen Module zu Rhetorik, Potentialanalyse, Gedächtnistraining, Lesetechniken oder Teambildung in den verschiedenen Seminarräumen. Spielerisches Kennenlernen der anderen stand dabei immer im Mittelpunkt: Beim Grillen auf der Burgwiese, dem „Spiel ohne Grenzen“, beim „Kennenlern-Bingo“ oder durch das Zimmer-Battle der zusammengelosten Zimmergemeinschaften wurden alte Strukturen aufgebrochen. So konnten sich neue Mitschülerinnen und Mitschüler schnell integrieren, neue Freundschaften entstanden.

Das gewonnene Vertrauen in die anderen konnten die Schülerinnen und Schüler dann am Freitag unter Beweis stellen. In Paderborn ging es hoch hinaus zum Klettern in die Bäume, wo gegenseitige Hilfe und Sicherung oberstes Gebot waren.

Erstmals war diesmal die Wewelsburg das Ziel der frisch gebackenen Oberstufenschülerinnen und -schüler. Das Renaissanceschloss hatte in und durch die Nazizeit traurige Berühmtheit erlangt, da sie bis 1945 als Schulungsstätte für SS-Führungskräfte mit angeschlossenem Konzentrationslager ausgebaut und verwendet worden war. Heute ist die Wewelsburg Erinnerungs- und Gedenkstätte – und eignet sich auch deshalb besonders gut als Tagungsort für eine Schule, die sich mit ihrem Leitbild ihren Namensgebern Hans und Sophie Scholl besonders verpflichtet weiß.

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