kriegsspielzeuge – ein Gedicht von Karl Feldkamp

scharfer wechselwind
aus undefinierbaren richtungen
verbiegt die dickeren zweige
der einzigen blutbuche
am grünen waldhang
versuchen krähen sich mühsam
auf kahlen ästen zu halten
dazwischen hocken horrorclowns
auf ihren regierungssitzen
plärren provokante parolen
ins applaudierende publikum
stechen denkern kopfschmerz
ins vernunftbegabte hirn
und extremereignisse finden
wege in die geschichten
gelangweilter abenteurer

Karl Feldkamp wurde 1943 in Lübeck geboren und lebt seit 2011 In Engelskirchen-Wallefeld. Er schreibt Lyrik, Prosa, Satire, Aphorismen und Rezensionen. Bisher veröffentlichte er 5 Bücher, (darunter AngstAugen, Dittrich Verlag, Köln 1997) ein E-Book, ein Hörspiel sowie Lyrik und Prosa im In- und Ausland in Literaturzeitschriften, Schulbüchern, Anthologien und im Rundfunk.
2 Bücher gab er zudem heraus. Er erhielt den Xylos-Lyrikpreis 1981, 2009 den Preis des Stadtverbandes Kultur Bergisch Gladbach Der Bopp. Er ist Mitglied im Verband Deutscher Schriftsteller (VS) sowie in diversen Kulturinitiativen. Sein Motto: Bei jedem Irrtum gewinnt die Wahrheit Zeit.

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