angeheimelt – ein Gedicht von Karl Feldkamp

schrittmuster an der wegekreuzung
bestimmen verschmähte taktfolgen
gegen die rhythmen der smartphonrufe
regen prasselt ins windgepeitschte buchenlaub
lässt aufhorchen und gewohnheiten fallen

eine graue wolkenwand zerreißt
verbreitet strahlend lichtes blau
irgendwo kreischt eine kettensäge
pilzbefallene totbäume verströmen duftstoffe
ohne nach verwesung zu riechen

im tal bebrüllt ein lautsprecherwagen
mit seinen echos die jungfräuliche stille
in der ich meine ruhe suchte

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