Berauschendes Schuljahresabschlussfest beim GSG

Unna. Es ist der Tag der Vielfalt am Geschwister-Scholl-Gymnasium. In der mit der kompletten GSG-Schülerschaft gefüllten Stadthalle erfährt Ehre, wem Ehre gebührt. Seit mehreren Jahren schon wirft das Schuljahresabschlussfest wärmende Schlaglichter auf Leistungen, die sonst im allzu kleinen Kreis gleichgesinnter Insider untergehen.

Dabei ist es doch wirklich etwas Besonderes, eine Sprache durch massive Freizeitopfer besser zu erlernen, sich mit Spaß an Mathe im „Känguruh“-Wettbewerb anzustrengen, oder seine Freizeit im freiwilligen Sozialpraktikum oder als geschulter Streitschlichter sinnvoll zu gestalten.

Und wie viel eingesetzte Zeit mag erst in den musikalischen Vorträgen stecken, bis sie so ausdrucksstark ein großes Publikum überzeugen können. Ein junges Publikum, das übrigens in einer solchen Atmosphäre sehr sensibel auf die Anspannung der jeweiligen Solo-Künstler/innen zu reagieren vermag. Wenn die allein auf der Bühne stehen, wird es plötzlich ganz still im großen Saal. Der Respekt vor der Leistung wird spürbar – und aus Lampenfiber wird konstruktive, antreibende Anspannung.

Ein Gefühl, das sicher auch Frida Hermansen und Karl Helbig – die beiden Moderatoren-Talente beim Schuljahresabschlussfest des GSG beflügelte. Kein Problem also für Karl, mal eben eine Kernkompetenz seiner Schule im Stil des Poetry-Slam hervorzuheben: „Selbst der Dümmste wird erkennen, dass von der Vielfalt man sich nicht darf trennen“, textete der Neuntklässler zum Stichwort „Schule ohne Rassismus.“

Dass auch der Titel „Europaschule“ ein Schuljahr des GSG mit zusätzlichem Leben füllt, machten vertonte Fotoshows klar, diesmal von Fahrten nach Minsk, Palaiseau und Lissabon. Und dass Schulleben ohnehin viel mehr als Unterricht bedeutet, bewies unter anderem die Fotoschau „Kunstwerke“, in deren Mittelpunkt verfremdete Gesichter zu kraftvoll pochenden Rhythmen das Thema „Vielfalt“ auf ganz neue, inspirierende Art beleuchteten.

Zum Abschluss verabschiedeten Schulleiterin Sandra Pohl und Schülersprecher Cornelius Räcker Künstler und Publikum in die verdienten Sommerferien. „Passt auf euch auf“, formulierte Cornelius. Dem kann man sich nur anschließen – schließlich soll das GSG im neuen Schuljahr so vielfältig, lebendig und leistungsstark bleiben, wie es gerade wieder einmal gezeigt wurde. Mindestens!

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