Der Arbeitsmarkt im Monat Juni

Unna. Die Arbeitslosigkeit hat sich im Juni geringfügig verringert, und zwar um 80 auf 16.757. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 566 Arbeitslose weniger. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Juni 8,0%; vor einem Jahr hatte sie sich auf 8,3% belaufen. Im Rechtskreis SGB III lag die Arbeitslosigkeit bei 4.505, das sind 55 mehr als im Vormonat und 598 mehr als im Vorjahr. Die anteilige SGB III-Arbeitslosenquote lag bei 2,2%. Im Rechtskreis SGB II gab es 12.252 Arbeitslose, das ist ein Minus von 135 gegenüber Mai; im Vergleich zum Juni 2016 waren es 1.164 Arbeitslose weniger. Die anteilige SGB II-Arbeitslosenquote betrug 5,9%.

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block, vielmehr gibt es auf dem Arbeitsmarkt viel Bewegung. Im Juni meldeten sich 3.182 Personen (neu oder erneut) arbeitslos, das waren 257 weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig beendeten 3.279 Personen ihre Arbeitslosigkeit, 464 weniger als im Juni 2016. Seit Jahresbeginn gab es 21.517 Zugänge von Arbeitslosen, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 294 Meldungen. Dem gegenüber stehen 21.283 Abmeldungen von Arbeitslosen, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 122 Abmeldungen. Im Juni meldeten sich 922 zuvor erwerbstätige Personen arbeitslos, 12 weniger als vor einem Jahr. Durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit konnten in diesem Monat 880 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden, 149 weniger als vor einem Jahr.

Im Juni waren 3.255 Arbeitsstellen gemeldet, gegenüber Mai ist das ein Rückgang von 39. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 624 Stellen mehr. Arbeitgeber meldeten im Juni 881 neue Arbeitsstellen, das waren 47 mehr als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn sind 5.485 Stellen eingegangen, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 626 oder 13%. Im Juni wurden 913 Arbeitsstellen abgemeldet, 141 mehr als im Vorjahr. Von Januar bis Juni gab es insgesamt 4.829 Stellenabgänge, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 315 oder 7%.

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober vergangenen Jahres meldeten sich 2.848 Bewerber für Berufsausbildungsstellen, etwa so viele wie im Vorjahreszeitraum (+0,5%). Zugleich gab es 1.716 Meldungen für Berufsausbildungsstellen, das entspricht einem Minus von 3,3%. Ende Juni waren 1.068 Bewerber noch unversorgt und 682 Ausbildungsstellen noch unbesetzt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es mehr unversorgte Bewerber für Berufsausbildungsstellen (+4,5%), die Zahl der unbesetzten Berufsausbildungsstellen war ebenfalls größer (+11,1%).

Ende Dezember 2016, dem letzten Quartalsstichtag mit gesicherten Angaben, belief sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf 124.641. Gegenüber dem Vorjahresquartal war das eine Zunahme um 1.640 oder 1,3%, nach +2.083 oder +1,7% im Vorquartal. Nach Branchen gab es absolut betrachtet die stärkste Zunahme im Handel sowie der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen (+521 oder +2,4%); am ungünstigsten war dagegen die Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe (–458 oder –1,8%).

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