Rettungsbedarfsplan Kreis Unna wird fortgeschrieben – SPD wird im Kreistag zustimmen

Uwe Zühlke, Sprecher der SPD-Fraktion im Kreisausschuss für Feuerwehr, Sicherheit, Ordnung und Straßenverkehr. – Foto: SPD

Kreis Unna. Der Beschluss zur Fortschreibung des Rettungsbedarfsplans für den Kreis Unna steht am kommenden Dienstag (27. Juni) auf der Tagesordnung des Kreistages. „Nach dem Votum des Fachausschusses zeichnet sich dazu eine breite Mehrheit ab“, betont der Sprecher der SPD-Fraktion Uwe Zühlke. Grundlage der Neuberechnung ist die Betrachtung und Bewertung des Einsatzgeschehens im Kreis vom Januar bis Dezember 2015 durch einen Gutachter.

Ziel der Begutachtung war eine Hilfsfrist von 8 Minuten anzustreben, das heißt vom Anruf bis zum Erscheinen der Rettung sollen 8 Minuten vergehen. Nach dieser Berechnung wird der neue Bedarfsplan um 679 Rettungsmittel-Wochenstunden aufgestockt – bisher waren es 4.715. „Wir sprechen hier von einer Steigerung der Fahrzeugvorhaltung von knapp 17%“, so Uwe Zühlke „und bei der Leistungssteigerung im Einsatzaufkommen von 23%“.

Mit dieser Maßnahme erreichen wir eine noch schnellere Versorgung im Notfall und die flächendeckende Umsetzung des 8-Minuten-Ziels, so die Sozialdemokraten. Um diese Zeiten sicherzustellen zu können, werden auch zwei weitere Rettungswachen in Unna (Bereich Hammer Straße/Königsborn) und in Kamen an der Westicker Straße/Werkstraße) eingerichtet. Damit verfügt der Kreis über 15 Rettungswachen in denen auch zusätzlich 3 Rettungstransportwagen neu bereit stehen sollen.

Grundsätzlich haben die Krankenkassen ihr Einvernehmen mit diesem Bedarfsplan erklärt. An einer Stelle hakt es aber: Landesweit verweigern die Krankenkassen ihr Zustimmung zur Regelung der Ausbildung und des Einsatzes von Notfallsanitätern. Grund: Die Regelung der Finanzierung halten die Krankenkassen für verfassungswidrig, weil das Land NRW keine Gesetzgebungskompetenz hat. Damit der Bedarfsplan in Kraft treten kann, wird die Bezirksregierung das Einvernehmen der Krankenkassen ersetzen.

Mit dem neuen Rettungsbedarfsplan für den Kreis Unna werden die Wege zum Notfall kürzer und schneller, so die Einschätzung der Sozialdemokraten.

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