Radschnellweg RS 1: Für Landesinitiative ein vorbildlicher Innovationsträger

Unna. Der Radschnellweg RS1 ist auch in städtebaulicher Hinsicht wegweisend für die Region. Das zeigen die Ergebnisse der Landesinitiative „StadtUmland.NRW“, die Mitte Mai in Düsseldorf präsentiert wurden. Das interkommunal entwickelte Konzept „Innovationsband – Integrierte Stadtentwicklung am RS1“ gehört zu den Projekten mit Vorbildcharakter, die zur weiteren Förderung empfohlen werden.

Mit dem Innovationsband erabeitet der Regionalverband Ruhr (RVR) gemeinsam mit den RS1-Anrainerkommunen Duisburg, Mülheim, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund, Unna, Kamen, Bergkamen und Hamm sowie dem Kreis Unna ein umsetzungsfähiges Konzept zur Entwicklung des Umfeldes. Geplant wird für einen zehn Kilometer breiten und mehr als 100 Kilometer langen Korridor entlang des Radschnellwegs. Mobilität und Siedlungsentwicklung stehen dabei im Fokus. „Hinterhofsituationen“ (d.h. schlecht erreichbare, abseits der bestehenden Verkehrswege gelegene Quartiere) könnten so in gute Lagen verwandelt werden.

Die Kreisstadt Unna ist mit zwei Projekten am Innovationsband beteiligt:

Der Bahnhof Königsborn soll als Knotenpunkt für den Alltags- aber auch für den Freizeitverkehr umgestaltet werden. Er dient als Einfallstor für die Innenstadt, Königsborn aber auch als Anknüpfungspunkt für touristischen Routen wie z.B. den Alleenradweg oder die Westfälische Salzroute / Hellwegroute. Gleichzeitig bietet das Umfeld Raum für Ideen als Pausen- und Verknüpfungspunkt verschiedener Verkehrsmittel. Radstation, Gastronomie und weitere Ideen sollen in den kommenden Monaten entwickelt werden.

Beim zweiten Projekt plant die Kreisstadt Unna gemeinsam mit weiteren Partnern (Radstation, Städte, Kreis, Wirtschaftsförderung, IHK etc.) eine Kampagne zur Förderung des Radverkehrs als wichtige Säule der Arbeitnehmer-Mobilität unter besonderer Berücksichtigung des RS1 als Rückgrat des Radnetzes. Die Kampagne richtet sich sowohl an Einpendler als auch an Auspendler. Sie soll die Bedürfnisse der Unternehmen auf der einen Seite (z.B. Fachkräfte, Senkung Krankentage) und der Allgemeinheit auf der anderen Seite (weniger Pkw-Verkehr, Verkehrswende etc.) in den Vordergrund stellen. Ein Umdenken in der Mobilität ist das Ziel – der RS1 ein gelungener Aufhänger.

Weitere Kampagnen (mobil und job, Stadtradeln etc.) und auch weitere Verkehrsträger sollen einbezogen werden. Dabei soll auch die Infrastruktur – Radwege, Radparkplätze, Radstationen/Mobilstationen sowohl an den Knotenpunkten, entlang der Strecken als auch vor Ort bei den Unternehmen ausgebaut werden. Hier kann ein Bezug zum Knoten Königsborn Bahnhof hergestellt werden.

Im Rahmen der Landesinitiative wurden insgesamt acht vorbildliche Konzepte ausgezeichnet. „StadtUmland.NRW“ war Mitte 2016 vom Land ins Leben gerufen worden. Großstädte und ihre Nachbarkommunen waren eingeladen, gemeinsame Zukunftskonzepte einzureichen. Aufgabe war, gelungene Wege integrierter und interkommunaler Zusammenarbeit aufzuzeigen. Bei der Ausarbeitung der Konzepte wurden die Verbünde mit jeweils 200.000 Euro vom Stadtentwicklungsministerium unterstützt.

Infos unter www.mbwsv.de

Pressekontakt: NRW-Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr, Pressestelle, Angela Gareis, Pressestelle, 0211/3843-1030, angela.gareis@mbwsv.nrw.de

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