Gemeinsame Erklärung der Jusos Holzwickede und Unna zur NRW-Landtagswahl: Neubeginn mit „60plus“ ??

Die Jusos stimmten ihre gemeinsame Erklärung ab – im Beisein eines zustimmenden Vertreters der AG 60 plus. – Foto: SPD

Unna. Auf einer gemeinsamen Sitzung am vergangenen Donnerstag haben die Juso-Arbeitsgruppen aus Holzwickede und Unna die zurückliegende Landtagswahl und den Wahlkampf kritisch analysiert. Beide Gruppen kritisierten die Ausrichtung der Kampagne der NRWSPD. Gerade in den letzten zwei Wochen vor der Landtagswahl wurde deutlich, dass die alleinige Zuspitzung auf Hannelore Kraft als Landesmutter ein Fehler war. Auch den Neuanfang nach der Wahl hat die NRWSPD mit den Personalien Mike Groschek und Norbert Römer verschlafen. Sowohl für die Unnaer, als auch für die Holzwickeder Jusos ist klar, dass diese AG60 plus-Besetzung nicht das richtige Zeichen für einen echten Neustart ist.

Dabei waren sich die Jusos einig, dass Rot-Grün keine schlechte Regierungsbilanz vorzuweisen hat und durchaus auch Inhalte in den Vordergrund des Wahlkampfs hätte stellen können. Gerade bei jungen Wählerinnen und Wählern konnten die Jusos mit der Abschaffung der Studiengebühren, dem Azubi-Ticket oder der klaren Kante für Zusammenhalt in NRW punkten. Dies spiegelt sich auch im guten SPD-Ergebnis bei Erst- und Jungwählern wieder.

Kritisch setzten sich beide Jugendorganisationen auch mit der Rolle der Mutterpartei vor Ort auseinander. Beide Juso-AGs würden sich wünschen, dass mehr Wahlkampfkationen dezentral in den Quartieren stattfinden. Dazu muss man wegkommen vom klassischen Infostand, hin zu innovativen Ständen. „Wir dürfen nicht unter unserem roten Schirm stehen und warten, bis die Leute auf uns zukommen. Wir müssen selber aktiv werden und auf Leute zugehen, um für sozialdemokratische Inhalte zu werben“, sagte Holzwickedes Juso-Vorsitzender Jonas Beckmann. Unnas Vorsitzender Philipp Kaczmarek ergänzte: „Wir sprechen seit Jahren davon, dass wir unseren Wahlkampf verändern müssen. Bei uns Jusos funktioniert das auch. Die Mutterpartei tut sich damit noch schwer. Es sollte nicht nur bei Lippenbekenntnis bleiben. Für die Bundestagswahl müssen wir gemeinsam neue Formate entwickeln“.

Mit ihrem eigenen Wahlkampf zeigten sich sowohl Holzwickedes, als auch Unnas Jusos zufrieden. „Wir haben neue Formate ausprobiert und waren sicherlich Wahlkampfmotor in unseren Stadtverbänden. Mit guten Inhalten konnten wir gezielt um junge Wählerinnen und Wähler werben. Auch die Zusammenarbeit mit den anderen Juso-Stadtverbänden aus dem Wahlkreis Unna I hat hervorragend geklappt“, fasste Unnas Mit-Vorsitzende Dörte Küssner zusammen.

Für die Bundestagswahl befinden sich die Jusos bereits in den Wahlkampf-Planungen. Dazu wird es am 6. Juli eine gemeinsame Sitzung mit den Jusos aus Unna, Holzwickede, Fröndenberg und Schwerte geben. Auch MdB Oliver Kaczmarek wird dann dabei sein.

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