„Nicht die Macht der Steine.“ – Neuer Gedichtband von Heinrich Peuckmann

Kamen. Sehr persönliche Gedichte hat Heinrich Peuckmann in seinem Gedichtband „Nicht die Macht der Steine“ zusammengestellt, der vor Kurzem im renommierten Münsteraner Aschendorff-Verlag erschienen ist. Von Begegnungen mit Menschen, die ihn beeindruckt haben, von Erlebnissen, aber auch von Orten, die sein Leben prägten, erzählt er in den Gedichten.

Viele davon greifen deshalb Themen aus seinem direkten Umfeld auf. In einem Gedicht schildert Heinrich Peuckmann die beiden Bäume, die vor dem Kamener Quadrat stehen, die Kastanie und die Platane, die die letzten Zeugen seiner Kindheit an der alten Rottstraße sind, die noch übrig blieben. Eine Kindheit, die Heinrich Peuckmann differenziert darstellt, aber als geglückt bezeichnet.

Und der Held in seiner Kindheit war nicht der Fußballweltmeister Fritz Walter, sondern der Bergmann Emil Gröne, der dort wohnte. Beim großen Grubenunglück 1946 auf Zeche Grimberg in Bergkamen war er es, der nicht nur sich selber, sondern noch weitere acht Bergleute aus dem brennenden Schacht rettete, während 400 andere starben. Ein Held, den die Kinder in der Straße bewundert haben.

Ein weiteres Gedicht schildert das Ritual, wenn Heinrich Peuckmanns Vater nachmittags erschöpft von Zeche Heeren über den Kamener Schützenhof, heute Willy-Brandt-Platz, nach Hause kam. Es waren Begegnungen ohne viele Worte, aber mit großer Zuneigung und tiefem Einverständnis zwischen Vater und Sohn. Wer die Gedichte als Ortskundiger liest, wird noch einige andere Bezüge entdecken.

Heinrich Peuckmann stellt diesen Lyrikband seit Wochen bei Lesungen weit über die Region hinaus vor und hat dabei festgestellt, dass es neben dem Interesse an seinen Gedichten bei den Zuhörern immer auch Interesse an seiner Heimatstadt Kamen gibt.

„Es ist manchmal sehr überraschend, welche Details die Zuhörer über das Umfeld, in dem ich groß geworden bin, wissen wollen“, erklärt Heinrich Peuckmann. „Aber das macht die Sache spannend. Literatur ist immer konkret.“ Inzwischen kommt es vor, dass Heinrich Peuckmanns Gedichte in Zeitungen und Zeitschriften nachgedruckt werden.

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