Niedrigschwellige Hilfe und Beratung von großer Bedeutung – SPD-Kreistagsfraktion besucht Kontaktstelle Sonnenstrahl

Auf dem Bild: 3. von links: Angelika Chur, Vorsitzende Kreissozialausschuß
2. von rechts: Gabrielle Pickmann-Rüthing, Vorsitzende PSAG e.V. – Foto: SPD

Kreis Unna. Die vier Kontakt-und Beratungsstellen im Kreis Unna sind niedrigschwellige Anlaufstellen für psychisch kranke Menschen. Sie bieten Hilfen zur Lebens- und Alltagsbewältigung, zur Tagesstrukturierung sowie die Möglichkeit zum Aufbau zwischenmenschlicher Beziehungen und leisten damit einen wichtigen Beitrag, den Betroffenen die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen und sozialer Isolation und Vereinsamung entgegen zu wirken. Alles nach dem Grundsatz »Ambulant vor stationär“.

Die vier Einrichtungen im Überblick:

  • Lichtblick Unna – Caritasverband für den Kreis Unna e.V. für die Städte Fröndenberg und Unna
  • Lünen – Diakonisches Werk Dortmund und Lünen gGmbH für die Städte Lünen, Seim und Werne
  • Sonnenstrahl – Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft Bergkamen, Kamen, Bönen e.V. für die Städte Bergkamen und Kamen sowie die Gemeinde
    Bönen und
  • Wigge – Selbsthilfegemeinschaft Schwerte e.V. für die Gemeinde Holzwickede und die Stadt Schwerte.
  • Der Zuschuß im Jahr 2017 beträgt 480 Tsd. Euro aus Kreismitteln.

    Der Kreistag beschloss am 13. Dezember 2016 einstimmig den Landrat zu beauftragen, eine neue Leistungs-, Qualitäts-, Vergütungs- und Prüfungsvereinbarung für die vier Kontaktstellen im Kreis Unna vorzubereiten und so rechtzeitig zur Beschlussfassung vorzulegen, dass diese mit Wirkung zum 1.Januar 2018 in Kraft treten kann. Sozialdezernent Torsten Göpfert konnte berichten, dass erste Gespräche mit den Freien Trägern stattfanden. Ralf Plogmann vom Caritasverband und Sprecher der Kontaktstellen im Kreis, der ebenfalls in Bergkamen dabei war, sieht vor allem auch Bedarf über die mittelfristige Finanzausstattung zu sprechen.

    Aus dem Besuch der Einrichtung in Bergkamen nahmen jetzt die Sozialdemokraten wichtige Erkenntnisse für die anstehende Diskussion im Sozialausschuss mit. Dazu zählt vor allem, dass Kontaktstellen mit ihrer Niedrigschwelligkeit ein wichtiger Baustein neben Tagesklinik und der Klinik in Dortmund-Aplerbeck sind. Die Ortsnähe, Einbindung von Ehrenamtlichen und der gute Kontakt zu den Angehörigen gehört zu den Pluspunkten der Einrichtungen.

    Begrüßt wurden die Sozialdemokraten von der 1. Vorsitzenden Gabrielle Pickmann-Rüthing und dem Vorstandsmitglied Regina Müller-Hinz. Über die Arbeit im „Sonnenstrahl“ berichteten die Mitarbeiter Martin Joos-Ostrowski und Vaiani Brexeler-Tsitsanaki. So kommen täglich zwischen 15 bis 25 Personen in die Einrichtung und die Angebote reichen vom Einzelgespräch über Kreativgruppen bis zum gemeinsamen Frühstück.

    Erstes Resümee: „Die Leistung der Kontaktstellen im Kreis ist unverzichtbar und erspart ja auch Kosten, wenn eine stationäre Unterbringung vermieden werden kann“, so Angelika Chur. Allerdings werden die Sozialdemokraten die Zeit bis Jahresende nutzen, um sich mit den Angeboten intensiv auseinanderzusetzen. Denn in Zeiten knapper Kassen und unter dem Eindruck der vom Kreistag beschlossenen wirkungsorientierten Steuerung des Kreishaushaltes gibt es natürlich auch erhöhte Begründungserfordernisse für alle freiwilligen Leistungen – dazu zählen auch die Kontaktstellen.

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