Finale, glorreicher Sieg, ausgelassene Feier, und ein unwürdiges „Bild“-Finale

Solche Personalfragen hat mein BVB schon wesentlich eleganter gelöst.

Dortmund. Der BVB zeigt sich – verzeiht mir bitte – derzeit von seiner schlechteren Seite. Schwarz-gelber Pokal-Taumel wird verkleistert von einer Wolke der Unklarheit, von einer zur ständigen Exegese in den Medien einladenden Kaffeesatzleserei. Niemand mehr aus dem Freundes- und Fankreis weiß mehr, wie es mit Tuchel und dem BVB weiter gehen wird: so wurde noch nie ein Erfolgstrainer im allgemeinen Taumel der Freude aus seinem Amt verabschiedet.

Armin Veh brachte es am Sonntag im Kreise der fußballerischen Fachleute auf den Punkt und stellte ruhig im TV-Rund der VW-Gesprächs auf „Sport1“ fest: (sinngemäß) „Wir reden hier über Dinge, von denen wir nichts wissen. Wir wissen nicht, was bei den BVB-Verantwortlichen vorgefallen ist, wie tief welche Gräben gerissen wurden, wir spekulieren und wissen allenfalls, was andere Medien veröffentlichen.“

Nun hat mein Freund Bernd Berke in seinen revierpassagen schon Lesenswertes dazu geschrieben. Ich will da nichts hinzu fügen, und besserwisserisch erweitern. Mir bleibt nur die traurige Erkenntnis, dass so mancher sich ähnlich schlecht verhält wie andere, die schon lange für solche Verhaltensweisen bekannt sind. So trübt es meinen Eindruck über da Bild eines ausgelassen, Sekt versprühenden Thomas Tuchel, im Siegestaumel auf dem Borsigplatz arg: So werde ich ihn nie wieder sehen, den erfolgreichsten BVB-Trainer. Schade eigentlich!

Muss ich mir nun ausgerechnet von meiner LieblingsBild-Zeitung erzählen lassen: „BVB-Stars drohten mit Abgang, falls Tuchel bleibt“. Was sagte noch Armin Veh?

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