„Issa“ träumt davon, einmal Arzt zu werden

„Issa“ kann für sich einen wunderbaren Traum leben: Er will weiter zur Schule gehen und später Arzt werden. Alle Fotos: Werkstatt Berufskolleg

Unna. Das Werkstatt-Berufskolleg hat ebenso neues wie interessantes zu berichten: Heute stellt es Issa vor, das Schicksal eines 9-jährigen Jungen in der Werkstatt-Partnerschule in Kenia.

Lernen, das kann ja so einen Spaß machen. Alle Kameraden von „Issa“ sind mit Feuereifer dabei.


Issa ist der arabisch-kenianische Name für Joshua. Issa ist nicht sein richtiger Name. Die Verwandten von Issa und alle anderen Eltern Kinder auf den beigefügten Fotos sind damit einverstanden, dass wir diese Fotos veröffentlichen. Die Lebensbedingungen der Kinder und die Mehrheit der Eltern sinken rapide. In Kenia gibt es eine klimatische bedingte Dürre, die Menschen verhungern. Die Preise steigen. Eltern haben kein Geld für ihre Kinder, um ihnen Essen zu geben. In der Not gehen viele Kinder nicht zur Schule. Sie müssen in der Not die Touristen am Strand anbetteln.

„Mein Name ist Issa. Ich bin neun Jahre alt. Nachdem meine Mutter an AIDS gestorben war, war ich bei meiner alten Großmutter, die uns selber mit etwas Bildung, Essen und Kleidung unterstützen konnte. Ich fing an, Touristen am Strand anzubetteln, um meine Familie zu ernähren. Es hat mich wirklich traurig gemacht, dass andere Kinder zur Schule gehen konnten. Einer meiner Verwandten brachte mich zum Management des ,Diani Kindergartens and Academy‘. Sie stimmten zu, meine Ausbildung zu unterstützen. Ich war so froh, dass ich diese Chance bekomme. Am nächsten Tag wurde ich ohne Schuhe und warme Kleidung in die Schule gebracht. Das Management (Edward und Joshua) erzählte mir, dass sie sehr glücklich seien, mich zu empfangen und gaben mir eine Schuluniform, Schuhe, Bücher und alles Notwendige zu Schreiben. Sie führten mich in die Klasse mit meiner netten Lehrerin Rehema ein, die sich nun um mich kümmerte. Innerhalb kurzer Zeit konnte ich lesen und schreiben. Zuhause hatten wir kein Frühstück. Aber wir bekommen eine Mahlzeit im Kindergarten und wir haben jetzt Frühstück und Mittagessen am Freitag. Wir haben dann eine besondere Mahlzeit namens ,Pilau‘, das ist Reis mit Fleisch gewürzt. Meine jungen Schwestern und Brüder sind jetzt auch in die Schule und unsere Zukunft ist ganz wunderbar. Der Kindergarten brachte mir meine Träume zurück. Jetzt bin ich in der 4. Klasse. Ich möchte die Schule beenden und Arzt werden, damit ich Menschen mit AIDS behandeln kann. Vielen Dank an das Kindergarten-Management für die tolle Unterstützung.“

Disziplin muss aber auf jeden Fall sein.

Am 7. Juli starten die Studenten und Lehrer des Werkstatt-Berufskollegs einen Sponsorenlauf zur Unterstützung der Partnerschule und ihrer pädagogischen Arbeit.

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