Sudden death für eine Bürgerinitiative – Keine Chance für eine Fortentwicklung der grünen Lunge Unnas: Kurpark-Förderverein löst sich auf

Grillos Erben werfen für den Kurpark hin

Unna. Der Förderverein Kurpark Unna-Königsborn e.V. löst sich auf – er sieht keine Perspektiven mehr für eine Fortentwicklung der grünen Lunge inmitten der Hellwegstadt. „Wir haben zunehmend feststellen müssen, dass faszinierende und zukunftsweisende Projekte wie der Bau eines Gradierwerks oder auch nur die Realisierung eines Barfußpfades von der Stadt Unna als Eigentümerin blockiert werden. Inzwischen ist selbst der Pflegezustand des Parks wieder bedenklich – und Ersatzbeschaffungen für von Vandalismus betroffenes Inventar werden nicht vorgenommen“, schilderte der Vorstand in seinem letzten Rechenschaftsberichtresignierend fest. Er sehe deshalb keine Perspektiven mehr für eine Aufwertung des Kurparks; im Gegenteil drohe das Kleinod immer mehr zu verwildern. Vor diesem Hintergrund beschloss die Mitgliederversammlung einmütig die Auflösung des Fördervereins.

Der Verein hatte sich 1999 im Zusammenhang mit der Realisierung des Travados-Festbaus gegründet, um den Kurpark voranzubringen. In der Tat war es zunächst auch gelungen, gemeinsam mit der Stadt Unna und Experten eines Fachbüros ein Entwicklungskonzept zu vereinbaren, das der Stadtrat auch mit breiter Mehrheit verabschiedete.

Realisiert wurden unter anderem die Erneuerung von Wegen, die Schaffung eines Platzes, eine neue Parkbeleuchtung, die Betonung der Parkeingänge durch Lichttore, die Aufstellung von Wegweisern, neue Einzäunungen, die Anschaffung von Parkbänken, die Qualifizierung der Spielplätze, die Aufstellung von historischen Hinweistafeln sowie der Bau einer Arena an der Jugendkunstschule.

Sogar ein Buch über den Kurpark und seine Geschichte veröffentlichte der Verein. Insgesamt förderte er mit Unterstützung vieler Spender Maßnahmen mit Beträgen von rund 320.000 Euro.

Leider, so betonte der Verein, sei es nicht gelungen, auch neue Akzente zu setzen: Gradierwerk und Barfußpfad scheiterten unter anderem ebenso wie eine Ergänzung der Bepflanzung, die Wiederherstellung der alten Gräften, der Aufbau einer kleinen Erinnerungsstätte an die Geschichte der Salzgewinnung in Unna, die Reaktivierung des Teiches am Monopteros, die Neugestaltung des Bistro-Bereiches oder die Fortführung der Kastanienalleen – allesamt Maßnahmen aus dem Entwicklungskonzept.

Weil sich zeige, dass die Stadt an keinem weitergehenden Engagement interessiert sei und sogar wieder die Pflege vernachlässige, sah die Mitgliederversammlung keine Basis mehr für eine Fortsetzung der Vereinsarbet

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