Erklärung der jüdischen Gemeinde „haKochaw“ und Hartmut Ganzke MdL

Alexandra Kariakowa

Unna. In dieser Woche haben Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und die Vertreterinnen und Vertreter des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein, des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe, der Synagogen-Gemeinde Köln und des liberalen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden in Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf den fünften Änderungsvertrag zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und den jüdischen Landesverbänden unterzeichnet.

Die Landesleistung wird durch den fünften Änderungsvertrag ab 2018 von jährlich acht Millionen pro Jahr auf 17 Millionen jährlich erhöht. Damit unterstützt das Land NRW die jüdischen Gemeinden bei ihren religiösen und kulturellen Bedürfnissen und ihrer Verwaltung. Dazu unterstützt das Land die Gemeinden u. a. im Bereich der Sicherheit und bei baulichen Maßnahmen.

Zum ersten Mal saßen auch die liberalen jüdischen Gemeinden mit am Verhandlungstisch und unterschrieben als neuer Partner den Vertrag. Das unterstreicht die religiöse Vielfalt in der jüdischen Gemeinschaft in NRW. Die Vorsitzende der liberalen jüdischen Gemeinde „haKochaw“ für den Kreis Unna e.V. Alexandra Khariakova sagte dazu, „dass es ihr Herz mit besonderem Stolz füllt, dass die liberalen jüdischen Gemeinden als gleichberechtigter Partner bei der Vertragsunterschrift auftreten duften. Das liberale Judentum hat seine Wurzeln in Deutschland und in diesem Jahr feiert es 200 -jähriges Jubiläum. Die liberalen Gemeinden als ein Teil der jüdischen Gemeinschaft prägen auch in der Nachkriegsgeschichte das vielfältige religiöse und kulturelle Leben in Deutschland. Die Vertragsunterzeichnung ist auch ein wunderschönes Geschenk an unsere Gemeinde in Unna zum 10 -jährigen Bestehen.“

Auch der hiesige MdL Hartmut Ganzke unterstützt den neuen Vertrag ausdrücklich: „Mit der Unterzeichnung des Vertrags unterstreichen wir die partnerschaftliche Zusammenarbeit der Landesregierung und den jüdischen Landesverbänden in Nordrhein-Westfalen. Das ist ein Vertrag auf Augenhöhe, der die Gemeinden bei ihren wichtigen Aufgaben unterstützt. Es freut mich besonders, dass auch unsere liberale jüdische Gemeinde vor Ort profitiert. Nicht zuletzt mit unseren Stolperstein-Aktionen in der Innenstadt haben wir gezeigt, dass wir ein besonderes Verhältnis pflegen.“

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