Hoch gehandeltes Schauspiel von Florian Zeller in Unna – Als Demenz kranker „Vater“ in der Stadthalle auf der Bühne

Fotorechte: Sabine Haymann.

Unna. Als Bestes Stück 2014 ausgezeichnet mit dem Prix Molière und darüber hinaus im Jahr 2016 nominiert für den TONY-Award – die Rede ist von Florian Zellers aus der Perspektive eines an Alzheimer erkrankten Mannes erzählte Schauspiel „Vater“. Der Publikumsliebling in Frankreich, England und den USA ist am Montag, 20. März 2017, um 20 Uhr in der Stadthalle Unna zu sehen.

André ist achtzig Jahre alt und lebt allein in seiner geliebten Pariser Wohnung. Hin und wieder kommt seine älteste Tochter Anna vorbei, um nach dem Rechten zu sehen. Mehr nicht. Und mehr ist nach seiner Ansicht auch nicht notwendig, denn er kann noch sehr gut selbständig leben. Weshalb Anna ihm Betreuerinnen in die Wohnung bringt, kann er sich nicht erklären, zumal diese immer die gleiche Eigenschaft haben: Sie klauen Gegenstände. Mit Vorliebe verschwindet seine Uhr und das, obwohl er sie vor ihnen zu verstecken versucht. Und da er Diebstahl nicht dulden kann, müssen diese Frauen gehen…

Anna ist allmählich ziemlich verzweifelt, denn sie will in Kürze zusammen mit ihrem Freund nach London ziehen und möchte ihren Vater in Paris gut versorgt wissen. Ihre Hoffnung setzt sie nun in die junge Laura, die André offensichtlich sympathisch findet, denn er sprüht nur so vor Witz und Eloquenz, als er sie kennenlernt. Am nächsten Morgen aber kann er sich nicht mehr erinnern, wer sie ist und weshalb sie in seiner Wohnung ist, die ihm ebenfalls verändert erscheint…

Der französische Dramatiker und preisgekrönte Romancier Florian Zeller hat mit seinem Schauspiel „Vater“ die berührende Geschichte eines alten Mannes auf die Bühne gebracht. Konsequent aus der Sicht des Vaters beschrieben, erlebt der Zuschauer zusammen mit André, wie es ist, in eine Welt zu geraten, in der sich ständig alles wandelt.

Die Rolle des André spielt Ernst Wilhelm Lenik (in Vertretung für den erkrankten Peter Striebeck). Seine Tochter verkörpert die Schauspielerin Irene Christ. Daneben sind auch Dieter Bach, Juliane Köster, Benjamin Kernen und Maja Müller auf der Bühne, die Regie führt Rüdiger Hentzschel.

Karten gibt es in den Preisklassen 12 bis 23,- € im i-Punkt im zib oder an der Abendkasse.

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