Umfassende Kampagne: „Vielfalt schätzen – Rassismus ächten“

Landtagsabgeordneter Hartmut Ganzke (Mitte) hält seit langem engen Kontakt zu Ksenija Sakelsek, mit der er sich regelmäßig über Integrationsprobleme in der Region austauscht. (Foto: Sebastian Laaser)

Unna. Mit großer Aufmerksamkeit und Sorge betrachtet die Landesregierung, dass Ressentiments gegen Ausländer, Migranten, Muslime und Flüchtlinge stark zugenommen haben. Zugleich hat sich die Zahl der Straftaten gegen Unterkünfte von Asylbewerbern massiv erhöht. Laut NRW-Innenministerium haben sich diese Straftaten innerhalb eines Jahres verfünffacht. Immer mehr Menschen lassen sich von den Rechtspopulisten blenden, die Migrantinnen und Migranten aus der Gesellschaft auszugrenzen versuchen. Mit der Kampagne „Vielfalt schätzen – Rassismus ächten“ möchte der Landesintegrationsrat NRW und der Integrationsrat Unna auf diese Herausforderung antworten. Die Wählerinnen und Wähler sollen im Rahmen der Kampagne über die Gefahr aller rechtspopulistischen Parteien und Gruppierungen in Nordrhein-Westfalen informiert werden, um die Überzeugung zu erlangen, rechten Parteien eine Absage zu erteilen.

Im Zuge dieser Kampagne führen die Integrationsräte zusammen mit örtlichen Vertretern Veranstaltungen zur Förderung von Vielfalt in den Städten und Kommunen durch. Im März sind konkret die folgenden Events in Unna geplant:

Podiumsdiskussion über Migration,
Integration und Teilhabe

Montag, 6. März 2017 um 18 Uhr im Schalander der Lindenbrauerei Unna

Seit 2012 soll das sogenannte Teilhabe- und Integrationsgesetz in NRW eine vorausschauende, aktivierende und unterstützende Integrationspolitik für alle Generationen ermöglichen. Fünf Jahre nach der Einführung diskutiert Unna mit den Landtagskandidatinnen und Landtagskandidaten der im Unnaer Rat vertretenden Parteien über die Integration und Teilhabe am politischen und gesellschaftlichen Leben. Dabei wird ein kritischer Blick zurück geworfen, richtet sich aber auch nach vorne: Können wir zufrieden sein mit der Entwicklung der integrationspolitischen Infrastruktur in NRW? Was hat sich in den letzten Jahren bewährt und wo kann das Land noch unterstützend tätig werden?
Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Kultur und Kommunikationszentrum Lindenbrauerei Unna durchgeführt.

INTEGRA-CUP 2017 MITEINANDER – FÜREINANDER

Samstag, 25. März 2017 von 11 – 18 Uhr in den Hellweg-Sporthallen Unna

Sport verbindet – unabhängig von Sprache und Herkunft. Mit dem Integra-Cup soll erneut ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung gesetzt werden und die Begegnung junger Menschen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte gefördert werden. Das diesjährige Leitwort „MITEINANDER – FÜREINANDER“ betont das Ziel der Gemeinschaftsfindung im Sinne der Integration. Wie gewohnt sind vor allem neu angekommene Migranten aus Unna und Umgebung erwünscht.
Organisiert in Kooperation mit dem Stadtsportverband der Kreisstadt Unna.

Vorstellung der Studie „Rechtsaußenparteien und ihre Aktivitäten
vor dem Landtagswahlkampf in Nordrhein-Westfalen“

Montag, 27. März 2017 um 17 Uhr in der Aula des Hellwegberufskollegs

Im Mittelpunkt des ersten Teils der Veranstaltung steht die Vorstellung der vom Landesintegrationsrat NRW in Auftrag gegebenen Studie „Rechtsaußenparteien und ihre Aktivitäten vor dem Landtagswahlkampf in Nordrhein-Westfalen“. Das Forschungsprojekt des Rechtsextremismusforschers Alexander Häusler von der Hochschule Düsseldorf beleuchtet die politischen Kampagnen und das politische Wirken rechter Parteien im Vorfeld der Landtagwahlen in NRW. Hier wird inhaltlich ein Hauptaugenmerk auf die Themenfelder Zuwanderung, multikulturelles Zusammenleben und Islamdiskurs gelegt. Im zweiten Teil werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einer Podiumsdiskussion über die gemeinsamen Strategien zur Eindämmung rechtsextremer und rechtspopulistischer Tendenzen in der Stadt informiert. Diese Veranstaltung wird in insgesamt zwölf Städten NRWs durchgeführt.
In Kooperation mit dem Runden Tisch gegen Gewalt und Rassismus sowie dem Kommunalen Integrationsrat Kreis Unna geplant.

Ausführliche Informationen:
Ksenija Sakelsek, Vorsitzende des Integrationsrates Unna, Tel.: 02303/103-607, integrationsrat@stadt-unna.de

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