Urlaubsreif oder tiefenentspannt: Uni-Ranking zeigt, wie sehr Studenten in Deutschland von Urlaub träumen

Manche Studis werden schneller von der Sehnsucht nach Erholung geplagt. – Foto: UNIQ

Holzwickede. Wie gestresst sind Deutschlands Studenten? Das lässt sich auch daran ablesen, wie sehr sie sich nach Urlaub sehnen. Die unabhängige Reise-Webseite Urlaubsguru.de hat die Besuchszahlen des vergangenen Jahres ausgewertet und daraus ein Uni-Ranking erstellt. Denn wie jeder Internetnutzer beim Surfen Spuren hinterlässt, so ist in den Statistiken des Webservers auch das Uni-Netzwerk zu erkennen, von dem aus ein Zugriff erfolgte. „Diese Daten haben wir mit der Anzahl der immatrikulierten Studenten und weiteren Parametern ins Verhältnis gesetzt und können so sagen, in welchen Städten die Studenten mit dem meisten Stress leben und wo die entspanntesten“, berichtet Marco Lauerwald, der die Untersuchung bei der UNIQ GmbH leitete.

Die Auswertung zeigt, in welchen Orten Studentinnen und Studenten besonders häufig nach günstigen Reiseschnäppchen suchen. Die Universität Osnabrück, die Hochschule Hof, die Hochschule Worms, die Universität Mannheim und die Duale Hochschule Baden-Württemberg Ravensburg führen demnach die Liste der Studenten mit dem meisten Stress an. Ob Städtetrip oder Sommerurlaub, ob Mini-Kreuzfahrt oder Spaß im Schnee – je fordernder das Studium, desto mehr surfen die Hochschüler bei www.urlaubsguru.de und suchen nach einer passenden Auszeit oder Studienreise.

Das wohl entspannteste Studentenleben, das also den wenigsten Urlaub als Ausgleich notwendig macht, haben demnach die Studenten der Technischen Hochschule Köln, der Fachhochschule Münster, der Fachhochschule Südwestfalen, der Hochschule Darmstadt und der Technischen Universität Darmstadt. Sie sind nach den Berechnungen der SEO-Experten der UNIQ GmbH weit weniger aktiv auf der Urlaubsseite als ihre Kolleginnen und Kollegen an der Spitze des Stress-Rankings.

„Auffällig ist, dass aus Mannheim sowohl eine Uni als auch eine FH in den Top 10 mit den gestressten Studenten gelandet sind“, analysiert Marco Lauerwald, „und auf der anderen Seite landet Darmstadt in der Top 10 der Unis mit den entspanntesten Studenten mit der Technischen Universität und der FH ebenfalls an der Spitze – der Uni-Netzwerke mit den wenigsten Zugriffen. Man kann also davon ausgehen, dass ein Studium in Darmstadt deutlich lässiger gemeistert werden kann als in Mannheim.“

„Klausurphasen, Praktika und andere Faktoren spielen natürlich auch eine wichtige Rolle. Deshalb war es so wichtig, die Webserver-Statistiken einer umfassenden Nachbearbeitung zu unterziehen“, erklärt Lauerwald, das Reisefieber vieler Studentinnen und Studenten sei jedoch ungebrochen. „Unser Angebot richtet sich prinzipiell an alle, die viel Urlaub für wenig Geld haben wollen“, erklären die Urlaubsguru-Gründer Daniel Krahn und Daniel Marx, „von Vorteil ist es jedoch, zeitlich und auch sonst maximal flexibel zu sein.“ Spontan mal verreisen – für Studenten, aber auch Ruheständler ist das einfach möglich.

Bleibt die Frage: Lügen die Zahlen? Ist alles ganz anders? Offiziell wollte sich vom Stress-Spitzenreiter der Uni Osnabrück niemand zur Urlaubsguru-Untersuchung äußern. Aus Umfeld der Studenten war aber zu hören, dass es durchaus Überlegungen gäbe, eine Studie auf Basis der „Perceived Stress Scale“ durchzuführen, um die Arbeitsbelastung der Studentinnen und Studenten in Osnabrück zu ermitteln. Viele Studierende hätten sich über die Arbeitsbelastung beschwert. „Unsere Zahlen bestätigen dies“, hieß es von den Datenanalysten bei Urlaubsguru.de dazu.

Über

Urlaubsguru.de

Urlaubsguru.de ist eine der größten unabhängigen Reise-Internetseiten in Deutschland. Mit über 5 Millionen Facebook-Fans und monatlich über 17 Millionen Seitenaufrufen (ivw geprüft) gehört sie zu den erfolgreichsten Webseiten in Deutschland. Daniel Krahn und Daniel Marx haben Urlaubsguru.de im Sommer 2012 gegründet. Heute sind sie Geschäftsführer der UNIQ GmbH, die neben Urlaubsguru- und Holidayguru-Seiten in vielen Ländern auch vier weitere Projekte betreibt. Über 140 Mitarbeiter arbeiten an drei Standorten für das Startup, das noch heute ohne Fremdkapital auskommt.

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