Jusos Unna: Besuch vom Mobilitätsexperten ADFC

Werner Wülfing (links) und Unnas Jusos vereinbarten für die Zukunft einen regen Austauch. – Foto: SPD

Unna. Es geht wieder munter los. Am vergangenen Donnerstag kamen Unnas Jusos zur ersten Sitzung des Jahres zusammen. Dazu bekamen die Jungsozialisten Besuch von zwei Vertretern des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC). Werner Wülfing (Vorsitzender des ADFC Kreis Unna) und Helmut Papenberg (Sprecher ADFC Unna) nahmen sich zwei Stunden Zeit um über Verkehrs- und insbesondere Fahrradpolitik zu sprechen. Zunächst berichteten beide über die Ziele des ADFC in Unna und stellten klar, dass der ADFC nicht nur ein Fahrradclub, sondern vor allem ein Zusammenschluss um alternative Mobilität zu fördern. Das Ziel den Anteil an Radverkehr in Unna zu steigern teilen der ADFC und die Jusos.

Für Unnas Jusos ist es entscheidend die Fahrradinfrastruktur zu verbessern, aber auch ein anderes Fahrrad-Bewusstsein bei den Menschen zu schaffen. Neben sicheren und gut ausgebauten Fahrradwegen, gilt es auch Abstellmöglichkeiten für Fahrräder in Unna massiv auszubauen. Die Jusos kritisieren vor allem die wenigen Abstellmöglichkeiten in der Unnaer Innenstadt und die kaum vorhandenen Möglichkeiten an Unnas Schulen. Hier besteht dringend Handlungsbedarf für die Verwaltung. Ideen, auch einen Fahrradservice an Unnas Schulen zu integrieren wurden genauso diskutiert, wie zumindest sichere und wetterfeste Abstellmöglichkeiten. Nur so kann man die Schülerinnen und Schüler in Unna aufs Fahrrad bringen und gleichzeitig die kommenden Generationen für das Thema Fahrrad sensibilisieren.

Die Diskussionen der vergangenen Wochen zeigen sehr deutlich, dass es in Unna viel zu viel Autoverkehr gibt und auch diesem Übermaß an Verkehr und dem entstehenden Lärm könnte mit einem Umsteigen aufs Fahrrad Abhilfe geschaffen werden. Die derzeitige Diskussion über verschärfte Tempolimits in Unna halten die Jusos für falsch und würden sich eher wünschen, dass das Thema Fahrradfahren und die damit einhergehenden Entlastungen auf die politische Agenda rutschen würden. Ein höherer Stellenwert des Radverkehrs würde sicherlich auch eine Entlastung für Unnas Straßen bedeuten.

Auch den touristischen Aspekt diskutierte die Gruppe. So war man sich einig, welch große Chancen mit dem Bau des Radschnellweg Ruhr einhergehen und dass der Kurpark und auch die Unnaer Innenstadt davon profitieren könnten. Zum Abschluss wurden mögliche gemeinsame Projekte diskutiert und bereits erste Termine fixiert. Beide Seiten waren zufrieden mit dem interessanten und kurzweiligen Austausch.

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