Besuch der Jusos bei der jüdischen Gemeinde

Alexandra Khariakowa begrüßte die Jusos im Massener Gotteshaus.

Unna-Massen. Es war die Zeit des Gedenkens: Am vergangenen Samstag besuchten die Jusos Unna die jüdische Gemeinde „haKochaw“ in ihrer Synagoge in Unna-Massen. Die Jungsozialisten folgten einer Einladung von der Gemeindevorsitzenden Alexandra Khariakova. Begleitet wurden die Jungpolitiker von einigen interessierten Altgenossen. Nach der Stolperstein-Aktion aus dem vergangen Sommer war es der jüdischen Gemeinde wichtig, die Türen der Synagoge zu öffnen und sich nochmals beim Parteinachwuchs zu bedanken.

Zunächst berichtetet Khariakova von der Gründung der Gemeinde in Unna und den zahlreichen Schwierigkeiten, die damit verbunden waren. Sie zeichnete die Entwicklung der letzten Jahre nach und schloss ihren Bericht, mit praktischen Hinweisen aus dem jüdischen Religionsalltag. Die zahlreichen Fragen ihrer Zuhörer beantwortete sie ausführlich. Zum Abschluss diskutierte die Gruppe bei Kaffee und Kuchen weiter über die vielen Fragen und Anmerkungen.

Beide, Jusos und jüdische Gemeinde, waren sich einig, dass der Kontakt aufrecht erhalten werden soll und ein reger Austausch sinnvoll für beide Seiten ist. Gemeinsam möchte man für eine offene und freie Gesellschaft eintreten, in der Platz für alle Religionen ist. Auch ein gemeinsames Erinnern möchten beide Seiten weiterführen und ausbauen. Der nächste gemeinsame Termin ist eine Neuauflage der Stolperstein-Aktion. Am 3. März werden alle gemeinsam die Stolpersteine in der Innenstadt schrubben.

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