Unnaer schauen genauer hin: Radverkehrsanlagen werden umfassend nachgearbeitet

Unna. Gemeinsam mit dem ADFC und dem Beirat FahrRad hat die Kreisstadt Unna im vergangenen Jahr das Zielnetz 2025 für den Radverkehr erarbeitet. Dieses besteht aus einem Haupt- und einem Nebennetz, die gemeinsam mit dem zukünftigen Radschnellweg Ruhr das Rückgrat des Alltags-Fahrradverkehrs bilden werden. Hintergrund ist der zielgerichtete Einsatz von Ressourcen für eine gezielte Radverkehrsförderung auf den wichtigsten Strecken des Alltagsnetzes.

Zur Verbesserung der Fahrradinfrastruktur ist in den vergangenen Monaten ein externes Gutachten mit einem modernen methodischen Ansatz erstellt worden.

Die insgesamt 100 km des Hauptnetzes wurden detailliert durch spezialisierte Fachgutachter untersucht und zusätzlich per Video und Foto dokumentiert. So wurden die relevanten Hemmnisse für Radfahrer einheitlich aufgenommen und dokumentiert. Auf dieser Basis können Mängel gezielt und priorisiert abgestellt werden.

„Wir sind zuversichtlich, dass wir in relativ kurzer Zeit viele ärgerliche Kleinigkeiten in den Griff bekommen werden“ – so Fachdezernent Michael Ott im Beirat: Beschilderung, schlechte Oberflächen, nicht ausreichende Sichtbeziehungen, u. ä. sind typische Hinweise der Gutachter.

Als weitere Grundlage wurden sämtliche Unfalldaten mit Radfahrerbeteiligung der letzten sechs Jahre aufgenommen. Diese werden die Prioritäten für die Abarbeitung der Hinweise festlegen. Die zehn unfallträchtigsten Straßen – hierzu gehört z.B. die Kamener Straße – wurden einer sehr intensiven Prüfung unterzogen. Auf dieser Basis lassen sich nun konkrete und zielgerichtete Verbesserungsmaßnahmen entwickeln.

Fazit der Gutachter: „Der Zustand der Radverkehrsanlagen entspricht dem vieler anderer Städte – aber nicht alle schauen so genau hin wie die Stadt Unna.“

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