Anja Kolar: Hier gab die SPD den Takt der Schlagzahl an

Unna. In Sachen Haushalt gab die SPD in der Ratssitzung am 1. Dezember 2016 mit zwölf mehrheitlich verabschiedeten Anträgen die inhaltliche Linie vor. So lautete das einvernehmliche Fazit des SPD-Stadtverbandvorstandes in seiner jüngsten Vorstandssitzung. „Sacharbeit und die stets klare Ausrichtung unserer Bemühungen, für die Interessen der Bürgerinnen und Bürger Unnas einzutreten. stehen sichtbar im Vordergerund“, sagt Stadtverbandsvorsitzende Anja Kolar. Zukunftsfeste Politik für die Menschen zu machen, sei sozialdemokratische Aufgabe. Das Nachlaufen hinter den Mehrheiten des Augenblicks bringe keinen nachhaltigen Erfolg für eine gute Zukunft.

Einen besonderen Schwerpunkt setzte die SPD dabei auf Bildung. „Wir haben den Anspruch wohnortnah ausreichend Kita-Plätze anbieten zu können und dabei insbesondere den weiter steigenden Bedarf an Plätzen für die Kinder unter drei Jahren im Blick zu behalten“, sagt die Stadtverbandsvorsitzende Anja Kolar. Dazu beschloss der Rat der Stadt Unna Planungen für den Bau von Kindertageseinrichtungen in Massen und Königsborn aufzunehmen und gleichzeitig die notwendige Erweiterung des Offenen Ganztages der Schillerschule voranzutreiben. Weiterhin initiierten die Sozialdemokraten ein stadtweites Schulhofsanierungsprogramm. Fördermittel stehen aus dem Landesprogramm Gute Schule 2020 zur Verfügung. „Durch die Türen unserer Schulen geht Tag für Tag Unnas Zukunft“, stellt auch Dirk Kolar klar. „Ein Schulhof, auf dem Kinder und Jugendliche vor allem seit Einführung des offenen Ganztages immer mehr Zeit verbringen, muss deren vielfältigen Bedürfnissen gerecht werden. Viele Schulhöfe sind aber zu eindimensional ausgestattet. Neben der Spielfläche bieten sie keine Rückzugsmöglichkeiten oder Räume für Naturerfahrungen“, so Fraktionsvorsitzender Volker König.

Elemente der zukunftsfeten Stadtentwicklung sind weitere entscheidende Themen der SPD-Fraktion im Rat. Insbesondere zum Thema Sicherheit waren hier die Ortsvereine und der Stadtverbandsvorstand Initiatoren der Anträge. Ein modellhaftes Sicherheitskonzept für die einbruchsgeplagte Grundschule Lünern und eine Optimierung der Fußgängersicherheit auf der Hubert-Biernat-Straße standen im Focus. Hier muss laut Bürgeranfragen dringend über eine bessere Beleuchtung nachgedacht werden, aber auch die häufige Übertretung der Tempo-30-Vorschrift schafft Gefahren insbesondere für die Grundschüler, die Richtung Schule am Friedrichsborn laufen.

Qualitative Verbesserungen wurden weiterhin für den Königsborner Bahnhof beantragt. „Der Königsborner Bahnhof ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, allerdings sind sowohl die Unterführung als auch das Bahnhofsumfeld ein Bereich mit vielen dunklen Ecken, Angsträumen und viel Verbesserungspotential“, erklärt der Vorsitzende des Ortsvereins Königsborn-Alteheide Maik Luhmann.

Aus dem Bericht des Bündnisses für bezahlbares Wohnen und Bauen ist ablesbar, dass Zuwanderung, eine positive Konjunkturentwicklung und die zunehmende Zahl von Ein-Personen-Haushalten dazu beiträgt, dass die Nachfrage nach Wohnraum immer größer wird, die Neubautätigkeit aber bei weitem nicht ausreicht, um insbesondere den Bedürfnissen nach bezahlbarem Wohnraum nachzukommen. Die
SPD hat dazu bundesweit in ihrem Regierungsprogramm ein ganzes Maßnahmenbündel geschnürt. Den Worten der Bundesbauministerin Barbara Hendricks folgend „Mehr Bauland“ muss zur Verfügung gestellt werden. Bei all dem müsse laut Anja Kolar Sorge getragen werden, dass Städte nicht nur nach außen expandieren. „Sie müssen auch nach innen wachsen“. Dazu fordert die SPD-Fraktion Unna auf Initiative ihres Stadtverbandes die Verwaltung auf, einen Verfahrensvorschlag für die Überplanung und Vermarktung des städtischen Parkplatzgrundstücks an der Schulstraße auszuarbeiten und die ebenfalls städtischen Flächen an der Falkschule, Harkortschule und Vinckestraße zu überplanen und Aspekte des sozialen Wohnungsbaus dabei angemessen zu berücksichtigen.

Die Stadtbetriebe Unna werden beauftragt, eine gezielte und zügige Überplanung des Betriebsgeländes an der Viktoriastraße in Angriff zu nehmen, um ein tragfähiges Zukunftskonzept zu
entwickeln, welches sie befähigt, ihre Aufgaben im Interesse der Bürger wahrnehmen zu können. „Dabei kann es durchaus sinnvoll sein, auch über die kommunalen Grenzen hinauszuschauen“, so eine Anmerkung des Stadtverband-Vizes Uwe Kornatz. „In Unna besteht akuter Bedarf an kleinteiligen Gewerbeflächen z.B. für den Lebensmittel Einzelhandel“, konstatiert Stadtverbandsvorsitzende Anja Kolar. Die Ansiedlung von Kleingewerbe und die damit verbundene Schaffung von Arbeitsplätzen soll auf Antrag der SPD durch eine Überplanung der bisher ungenutzten Flächen der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Unna und Wirtschaftsbetriebe der Stadt Unna, wie etwa der des ehemaligen Freizeitbades, ermöglicht werden.

„Insgesamt ist unsere Partei sehr zufrieden mit dem Ausgang der zukunftsweisenden Ratssitzung. Immerhin sind alle von der SPD eingereichten Anträge im Sinne der Einwohnerinnen und Einwohner mit breiter Mehrheit angenommen worden. Es ist erfreulich, wie schnell interne Querelen innerhalb der Partei zugunsten eines konstruktiven Arbeitens für die Belange der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt in den Hintergrund treten. Egal ob Fraktion oder Stadtverbandsvorstand, alle ziehen an einem Strang“, ist das positive Fazit, das die neue Stadtverbandsvorsitzende Anja Kolar zieht.

2 comments for “Anja Kolar: Hier gab die SPD den Takt der Schlagzahl an

  1. Rolf Beyer
    13. Dezember 2016 at 17:16

    Der alte SPD Jornalist verfällt mal wieder in alte Zeiten und schreibt für die SPD alles schön. Da er im fernen Hagen in der Tagespolitik in Unna nicht auf dem Laufenden ist, drücken wir mal ein Auge zu.

    Dabei wünschten wir uns mal eine Berichterstattung über die Causa Risadelli aus seiner Feder…

    • 13. Dezember 2016 at 17:44

      Ganz sicher würden weder die Frau Risadelli noch ihre teils pirateske Anhängerschar sich wünschen, dass ich in dieser Hinsicht meine Zurückhaltung aufgäbe. Ich bleibe da – wie bisher –
      weitgehend schweigsam.

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