Landrat Michael Makiolla sendet klare Worte in die populistisch scheinende Richtung

Landrat Michael Makiolla - Foto: Kreis Unna

Landrat Michael Makiolla – Foto: Kreis Unna

Kreis Unna. Landrat Michael Makiolla nutzte seinen alljährlichen Presseaustausch zu klaren Worten in Richtung derjenigen, die jetzt glauben, Frontalangriffe gegen demokratische Werte fahren zu können und angstschürend Diskussionen versuchen anzuzetteln, die ihrer eigenen Mehrheitsbeschaffung dienlich scheinen. Die wirklich dringlichen aktuellen Fragen formulierte Michael Makiolla selbst:

  • Wie sichern wir unsere soziale und wirtschaftliche Zukunft?
  • Wie meistern wir die Integration der in den letzten Jahren zu uns gekommenen und weiter kommenden Menschen?
  • Wie schaffen wir es, gute Bildung und damit gute Chancen gerade für Jüngere zu organisieren?
  • Wie schaffen wir das für die Bewältigung dieser durchaus anspruchsvollen Aufgaben notwendige Geld herbei?
  • Diese und ähnliche Fragen beschäftigen viele Menschen in unserem Land. Mancher ist verunsichert, hat Angst, abgehängt zu werden, oder ist frustriert und wütend über eine Schaukelpolitik insbesondere auf Bundesebene, die bedauerlich oft an das Gezänk von Waschweibern erinnert. Und während auf der großen Politbühne der Kleingeist gegeben wird, schleicht sich im Schatten dunkles Gesindel heran: feige, verlogen, werteverachtend. Rechtspopulisten wie auch Linksaußen haben Angst vor Demokratie und vor Menschenrechten. Wir sollten sie deshalb aufmerksam beobachten; fürchten sollten wir uns nicht.

    Wir – die Demokraten in diesem Land, in diesem Kreis – sind die deutliche Mehrheit. Wir sind stark und wir sollten uns nicht den Schneid abkaufen lassen, bloß weil Frau Petry und Konsorten in so ziemlich jeder Talkshow zu besichtigen sind. Wir dürfen geistigen Federgewichten keinen Raum geben. Und hier im Kreis ist mir auch nicht bange. Allein die rund 1.500 ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer, die in sage und schreibe 14 Initiativen zusammengeschlossen sind, sind ein echtes Pfund.

    Damit kein Zweifel aufkommt: Das sind keine aus den 1968ern übrig gebliebenen Gruppen. Im Gegenteil: Ein Großteil dieser Initiativen hat sich erst mit Beginn der jüngsten Flüchtlingsbewegung 2013 gegründet. Dies ist ein Zeichen. Das beweist Haltung und unterstreicht die Bereitschaft vieler Menschen, unsere Gesellschaft mitzugestalten. Michael Makiollas ausdrücklicher Dank richtete sich erneut an das große, von Mitmenschlichkeit, sozialen Werten und Hilfsbereitschaft getragene Engagement der ungezählten, oft ehrenamtlich Tätigen. Sein Dank gilt dabei nicht nur denen, die aus Flüchtlingen Angekommene machen, sondern auch den zigtausend Menschen, die bei der Feuerwehr, im Rettungsdienst, bei Hilfsdiensten oder auch bei der Polizei helfen, wo Hilfe gebraucht wird und inzwischen leider erleben müssen, dass geistlose Gaffer und gewaltbereite Dummköpfe versuchen, ihnen den Weg zu versperren. Er sei stolz darauf, dass das Hilfenetz so dicht ist und dass wir hier in Sicherheit leben können. Und der Landrat sei sicher, dass „wir uns das nicht von ein paar Quer-Schlägern kaputt machen lassen werden“.

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