Arbeitsmarkt bewies auch im Oktober seine konstante Stabilität

Agentur-für-ArbeitKreis Unna. Die Zahl der Arbeitslosen sank im Kreis Unna um 451 Personen (-2,7 Prozent) auf 16.406 Arbeitslose. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit um 5,0 Prozent (-858 Arbeitslose) zurück. Die Arbeitslosenquote beträgt im Berichtsmonat 7,8 Prozent und damit 0,3 Punkte weniger als im Oktober.

Thomas Helm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hamm, bilanziert: „Der Arbeitsmarkt im Kreis Unna hat auch im November Stabilität bewiesen und für Menschen aller Personengruppen, für viele neue Beschäftigungsmöglichkeiten gesorgt. Auch der Vergleich zum Vorjahr fällt positiv aus und belegt die Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes. Besonders erfreulich ist der Rückgang der Jugend- und der Langzeitarbeitslosigkeit.“

Unterbeschäftigung

Personen, die an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen oder sich in einer kurzfristigen Arbeitsunfähigkeit befinden, zählen in der Regel als unterbeschäftigt. Im aktuellen Berichtsmonat wurden insgesamt 22.297 Unterbeschäftigte im Kreis gezählt – das sind 270 Personen (-1,2 Prozent) weniger als im Monat zuvor. Im Vorjahr waren 381 Personen (-1,7 Prozent) weniger in Unterbeschäftigung. Die Quote liegt bei 10,5 Prozent. Zu- und

Abgänge aus dem ersten Arbeitsmarkt

Durch die Zu- und Abgänge in bzw. aus der Arbeitslosigkeit kommt es zu einer erheblichen Fluktuation. Besonders die Veränderungen, die mit dem ersten Arbeitsmarkt zusammenhängen, lassen Rückschlüsse auf betriebliche Veränderungen zu.

Im Vergleich zum Vormonat waren das 36 Personen (-3,2 Prozent) weniger. Im November 2015 meldeten sich 10 Personen (-0,9 Prozent) weniger auf dem ersten Arbeitsmarkt neu arbeitslos. Gleichzeitig beendeten im Berichtsmonat 1.099 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Vor einem Monat waren es noch 97 Personen (-9,7 Prozent) und vor einem Jahr 126 Personen (12,9 Prozent) weniger, die den Weg zurück in den ersten Arbeitsmarkt aufgenommen haben. Entwicklung in einzelnen Personenkreisen Insgesamt wohnen im Kreis Unna 1.095 Arbeitslose, die das 25. Lebensjahr noch nicht erreicht haben. Die Anzahl der jungen Arbeitslosen sank um 10,2 Prozent bzw. 194 Arbeitslose. Vor einem Jahr waren noch 3,7 Prozent bzw. 42 Jugendliche mehr gemeldet.

Ein Fünftel aller Arbeitslosen hat das 55. Lebensjahr überschritten. Im November wurden 3.361 ältere Arbeitslose in den Arbeitsagenturen und dem Jobcenter im Kreis Unna gemeldet. Dies entspricht einem Rückgang um 102 Personen bzw. 2,9 Prozent. Vor zwölf Monaten waren es noch neun ältere Arbeitslose (0,3 Prozent) mehr.

Aus der Statistik geht hervor, dass 3.838 Arbeitslose keinen deutschen Pass haben. Das sind 71 Arbeitslose (-1,8 Prozent) weniger als im Vormonat. Im November 2015 waren noch 333 ausländische Arbeitslose weniger (-9,5 Prozent) gemeldet. Die Langzeitarbeitslosigkeit ging im Berichtsmonat erneut zurück. Die Zahl hat sich um 2,7 Prozent (-200 Arbeitslose) auf 7.172 Personen verringert. Im Vorjahresvergleich sind es 7,5 Prozent (-580
Arbeitslose) weniger. Im Berichtsmonat ist die Anzahl der Arbeitslosen mit Behinderung um 61 Personen (-3,9 Prozent) auf 1.500 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Bestand um 80 Personen (-5,1 Prozent).

Geflüchtete Menschen am Arbeitsmarkt

Im Vergleich zum Vormonat sank im November die Zahl der arbeitslosen geflüchteten Menschen im Kreis Unna um 30 Personen auf 891 Menschen. Damit waren im Berichtsmonat 5,4 Prozent aller Arbeitslosen im Kreis Unna Personen aus dem Zusammenhang der Fluchtmigration. Die größte Gruppe bildeten 475 Menschen mit syrischer Staatsangehörigkeit, gefolgt von 60 irakischen Staatsbürgern und 49 Afghaninnen und Afghanen. 98 Arbeitslose der arbeitslosen
Geflüchteten kamen aus dem Balkan. 602 (67,6 Prozent) der geflüchteten Menschen im Kreis Unna waren Männer, 289 (32,4 Prozent) Frauen. Als arbeitsuchend waren im November 2.092 geflüchtete Menschen gemeldet. Das waren 591 mehr als im Monat zuvor. Viele von ihnen belegen derzeit ein Programm zur beruflichen Eingliederung.

Die geflüchteten Menschen sind im Durchschnitt jung. 168 Arbeitslose aus dem Kontext der Fluchtmigration (18,9 Prozent) sind zwischen 15 und 25 Jahren alt, 302 Menschen (33,9 Prozent)
zwischen 25 und 35 Jahren. Zwischen 35 und 45 Jahren sind 226 Menschen (25,4 Prozent).

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III)

Bei der Agentur für Arbeit sind 3.955 Arbeitslose gemeldet. Das sind 110 Personen (-2,7 Prozent) weniger als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich stieg der Bestand der Arbeitslosen um 206 Personen (5,5 Prozent).

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