SPD-Kreistagsfraktion vor Ort in Fröndenberg: Wiedersehen mit alten Freunden

Ex-Landtagsmitglied Fritz Schreiber (Mitte). - Foto: SPD

Ex-Landtagsmitglied Fritz Schreiber (Mitte). – Foto: SPD

Fröndenberg/Kreis Unna. Politik damals und heute: Unter diesem Motto lud der Kreisverband Unna der Sozialdemokratischen Kommunalpolitik (SGK) diesmal nach Fröndenberg in den Clubraum des Dobomil-Gebäudes ein. Dort berichteten der ehemalige Schwerter Landtagsabgeordnete Fritz Schreiber (Schwerte) und der aktuelle MdL Hartmut Ganzke vor zahlreichen Gästen über ihre vielfältigen Erfahrungen in der Kommunal- und Landespolitik. Als besonderer Gast konnte diesmal der ehemalige Bürgermeister der Stadt Fröndenberg und Sozialdemokrat Willi Demmer begrüßt werden.

Ein zentrales Thema des Abends: Der Vergleich zwischen der Aufnahme und Betreuung von Flüchtlingen in den 80er und 90er Jahren in den Kommunen, damals aus dem ehemaligen DDR und den osteuropäischen Staaten sowie der aktuellen Aufgabe, die Unterbringungen und Integration von Flüchtlingen z.B. aus Syrien zu bewältigen. Alle waren sich einig, dass dies bisher in Fröndenberg, auch mit Unterstützung vieler ehrenamtlichen Helfer gut gelungen sei. Wesentlich bleibt natürlich die Unterstützung des Landes und die vollständige Übernahme der Kosten durch Bund und Land.

Auch vor diesem Hintergrund gewährte Fritz Schreiber dann den über 30 Gästen einen Einblick in seine besondere politische Karriere. Der Siebenbürger Flüchtling trat wegen der neuen Ostpolitik von Willy Brandt in die SPD ein. Er wurde 1975 das erste Mal in den Landtag NRW gewählt, dem er bis 1995 ununterbrochen angehörte und dort u.a. als Fraktionsgeschäftsführer sowie Rechtsausschussvorsitzender fungierte. Bis 1985 war Fritz Schreiber parallel im Stadtrat Schwertes und zeigte somit die hohe Bedeutung von Kommunalpolitik auf Landesebene.

Sowohl Fritz Schreiber als auch Willi Demmer wiesen auf die Bedeutung guter Schulen und guter Bildung vor Ort hin. Ihrer Ansicht nach zählt dazu auch ein Mehr an Lebensnähe in der Unterrichtsgestaltung z.B. mit Unterrichtseinheiten in den Bereichen „Wie gehe ich mit Geld um?“, „Wozu Versicherungen?“ und „Wie bewege ich mich als Verbraucher im Internet?“.

Im Anschluss gewährte Hartmut Ganzke den interessierten Bürgerinnen und Bürgern einen Einblick in seine aktuelle Tätigkeit als Landtagsabgeordneter und Kommunalpolitiker. 1985 trat er aufgrund der sozialdemokratischen Bildungspolitik, die ihm das Abitur und ein erfolgreiches Jura-Studium ermöglichte, in die SPD ein und lernte dort den umtriebigen Fritz Schreiber kennen. Viele Erfahrungen von seinem Vorredner konnte Hartmut Ganzke bestätigen, besonders die Notwendigkeit von Bündnissen und Kompromissen sowie die enge Verknüpfung der kommunalen mit der Landesebene. Als Kreistagsmitglied hat er zusätzlich die Interessen der Region zwischen Ruhr und Lippe im Blick.

„Wir erinnern aktuell an die erste Kommunalwahl nach dem Krieg, im Oktober 1946. Damals wie heute geht es um eine lebendige Demokratie in den Räten und Kreistagen – um das Mitmachen und Einmischen. Fritz Schreiber und Willi Demmer stehen für diese Haltung, das Gemeinwesen konkret zu gestalten. Deshalb sind die Gespräche mit Ihnen auch für junge Menschen so wichtig. Denn Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit, sondern muss von jeder Generation neu gestaltet und gelebt werden“, ergänzte Hartmut Ganzke.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.