Almost Daily Soap: Piraten beenden eine unsägliche “Zusammenarbeit”

Christoph Tetzner. Foto: Piraten

Christoph Tetzner. Foto: Piraten

Unna. Die Piratenfraktion im Unnaer Rat gibt es nicht mehr. Nachdem der allgegenwärtige und weit umworbene Christoph Tetzner zunächst verkündet hatte, nicht mehr der Partei der Piraten angehören zu wollen, aber weiter der Fraktion vorzustehen (gibt ja nach wie vor Bares für Rares), dann aber schien es dem Multifunktionalen der heimischen Politik angemessen, sich bei einer anderen Gruppierung um ein Landtagsmandat zu bewerben, wo er aber nicht genommen wurde. Nun wollten ihn aber die Piraten nicht mehr. Wohl um sich einen Rest an ernst zu nehmender Qualität zu bewahren.

Runde 13.000 Euro spart sich die Stadt durch die fraktionelle “Gesundschrumpfung” im Rat. Dass diese stattfinden wird, verkündete am Abend der Bürgermeister. Zuvor hatte er von der Piraten-Partei diese offizielle Mitteilung erhalten:

“PIRATENPARTEI BEENDET ZUSAMMENARBEIT MIT CHRISTOPH TETZNER

Die Piratenpartei Unna hat sich auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 10. November 2016 einstimmig entschieden, auf die weitere Zusammenarbeit mit dem parteilosen Ratsmitglied Herrn Christoph Tetzner zu verzichten.

,Da Herr Tetzner nicht bereit ist, auf sein Ratsmandat zu verzichten, ist sein Ausschluss bei einer Zwei-Mann-Fraktion nur durch deren Auflösung möglich. Das ist für uns als Partei sehr schade, da der Wähler sich eine Fraktion im Rat der Kreisstadt Unna gewünscht hatte’, so Christian Roß, Ratsmitglied für die Piratenpartei.

,Auf die Vorzüge einer Fraktion werden wir zwar nun verzichten müssen, allerdings hoffen wir, dass durch die Beendigung der Zusammenarbeit wieder ein vernünftiges Miteinander zwischen Partei, Rat und Verwaltung möglich wird. Auch hat die Parteibasis bekundet, wieder aktiv mitzuarbeiten’, so Claus Palm, Verwaltungspirat der Piratenpartei im Kreis Unna. ,In den letzten Monaten hat es leider immer wieder Irritationen gegeben, die mit dem Verhalten von Herrn Tetzner im Zusammenhang gestanden haben. Da er sich nun durch seinen Austritt, sowie seine Bewerbung als Landtags-Direktkandidat für die Partei ,Die Linke’ im Wahlkreis 117, von der Piratenpartei distanziert hat, ist die Beendigung der Zusammenarbeit aus Sicht der Piraten ein konsequenter Schritt.”

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