Informationsbesuch bei der Radstation Unna: Landtagsabgeordnete unterstützen AWO-Forderung nach einem Sozialen Arbeitsmarkt

Foto (v.l.n.r.): Lars Rehbein, DasDies-Betriebsleiter Stefan Rose, AWO-Geschäftsführer Rainer Goepfert, Herbert Goldmann MdL, DasDies-Geschäftsführer Maciej Kozlowski und Hartmut Ganzke MdL

Foto (v.l.n.r.): Lars Rehbein, DasDies-Betriebsleiter Stefan Rose, AWO-Geschäftsführer Rainer Goepfert, Herbert Goldmann MdL, DasDies-Geschäftsführer Maciej Kozlowski und Hartmut Ganzke MdL

Foto (v.l.n.r.): Lars Rehbein, DasDies-Betriebsleiter Stefan Rose, AWO-Geschäftsführer Rainer Goepfert, Herbert Goldmann MdL, DasDies-Geschäftsführer Maciej Kozlowski und Hartmut Ganzke MdL

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Kreis Unna. Die Arbeiterwohlfahrt hatte sich im Sommer mit ihrem „Unnaer Appell: Arbeit statt Arbeitslosigkeit!“ klar für die Schaffung eines Sozialen Arbeitsmarktes ausgesprochen, der Maßnahmen fördert, die Langzeitarbeitslose zu einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung verhilft. Den Appell hatte sie an weit über hundert Personen und Institutionen in der Region versandt, darunter auch an alle Abgeordneten. AWO-Geschäftsführer Rainer Goepfert sah den Appell dabei als einen ersten Beitrag, in der Region einen lebhaften und kreativen Dialog zum Sozialen Arbeitsmarkt zu starten. Den Appell nahmen die beiden Landtagsabgeordneten Hartmut Ganzke (SPD) und Herbert Goldmann (Grüne) zum Anlass, sich mit AWO-Vertretern auszutauschen und über die Aktivitäten der AWO am Beispiel der Unnaer Radstation zu informieren.

Rainer Goepfert verwies auf die erfolgreiche Arbeit der AWO-Tochtergesellschaften BILDUNG + LERNEN gGmbH und der DasDies Service GmbH. Bei hätten in den vergangenen Jahren mit öffentlich geförderter Beschäftigung gezeigt, welche Erfolge möglich sind. Die Radstationen im Kreis Unna sind dabei nur ein gutes Beispiel. In den sieben Radstationen konnten 17 dauerhafte Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose und Menschen mit Behinderungen geschaffen werden. Dass hinter jeder Zahl immer ein konkreter Mensch steht, wurde durch DasDies-Mitarbeiter Lars Rehbein deutlich.

Der junge Mann, der jetzt entspannt den Abgeordneten über seine Arbeit in der Radstation Unna berichtete, scheint nicht derselbe zu sein, der bis vor vier Jahren vor allem Schwierigkeiten und Misserfolge hatte. Sehr behutsam wurde Lars Rehbein wieder aufgebaut. In einer Behindertenwerkstatt machte er erste Erfahrungen mit der Reparatur von Fahrrädern – das Radfahren mochte er schon immer. Kleine Erfolge stärken das Selbstbewusstsein: Der nächste Schritt führte aus der Werkstatt in einen echten Betrieb – ein Praktikum in einem Fahrradhandel. Schließlich erhielt Lars Rehbein seine Chance in der Radstation Kamen: Er konnte in dem Integrationsunternehmen eine zweijährige Ausbildung zum Fahrrad-Monteur beginnen.

Das Ziel der DasDies Service GmbH erklärt Geschäftsführer Maciej Kozlowski: „Die Integration und Beschäftigung schwer vermittelbarer Arbeitnehmer, insbesondere Schwerbehinderter, Langzeitarbeitsloser, jugendlicher Arbeitslosen und Migranten in den Arbeitsmarkt“. Bei Lars Rehbein hat das wie in vielen anderen Fällen auch bestens geklappt. Heute leitet er die Radstation in Unna.

Sichtlich erfreut über die Erfolge der Projekte zeigten sich Hartmut Ganzke und Herbert Goldmann: „An diesen Maßnahmen wird deutlich, wie es gelingt, langzeitarbeitslose Menschen nicht nur wieder in Lohn und Brot zu bringen, sondern auch wieder am sozialen Leben teilhaben zu lassen“. Beide sehen darin auch einen Beweis für die Forderung nach einem Sozialen Arbeitsmarkt.

Alle waren sich am Ende einig: gemeinsam muss man an die Bundesregierung appellieren und den Druck erhöhen, damit in Berlin der gesetzliche Rahmen für die Einführung eines Sozialen Arbeitsmarktes geschaffen wird.

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