SPD-Europaabgeordneter befürchtet nach Trump-Sieg schwere Zeiten für politische EU-USA-Beziehungen

Dietmar Köster bei der jüngsten Anti-CETA-Demo in Köln.

Dietmar Köster bei der jüngsten Anti-CETA-Demo in Köln.

Revier/Brüssel. Die Wählerinnen und Wähler der USA haben entschieden und Donald Trump zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt. Prof. Dr. Dietmar Köster, SPD-Europaabgeordneter und Mitglied US-Delegation des Europäischen Parlaments, ist entsetzt und sieht schwere Zeiten auf die transatlantischen Beziehungen zukommen.

„Donald Trumps Wahlkampf war durch die Unberechenbarkeit seiner politischen Aussagen gekennzeichnet. In Zeiten globaler Krisen und militärischer Konflikte konnte er mit dem Ausspielen nationalistischer Vorurteile die allgemeine Verunsicherung für sich kanalisieren.“ „Mit Trump“ so befürchtet Dietmar Köster, „werden die schwierigen internationalen Probleme noch weiter belastet“. Zudem sieht Dietmar Köster schwierige Zeiten auf die transatlantischen Beziehungen zukommen: „Sollte Trump nach seinem Sieg bei der angekündigten politischen Linie der nationalen Abschottung bleiben, werden die Beziehungen zwischen der Europäischen Union und den USA zwangsläufig einen Rückschlag erleben. Trump steht für einen gesellschaftspolitisch reaktionären Kurs, der insbesondere in einer rassistischen und menschenverachtenden Migrationspolitik zum Ausdruck kommt. Seine Vorhaben stehen im krassen Kontrast der europäischen Idee der Kooperation und des Friedens“, führt Dietmar Köster fort.

Abgesehen von der Zukunft der Beziehungen zu den USA sorgt sich Dietmar Köster jedoch auch um die demokratische Kultur in den Vereinigten Staaten: „Der Sieg von Donald Trump ist vor allem Ausdruck dessen, dass sich viele amerikanische Bürgerinnen und Bürger vom politischen Establishment abgehängt fühlen. Die Kluft zwischen vielen Wählerinnen und Wählern, die sich in Zeiten globaler Umbrüche Sicherheit und Fortschritt wünschen, und den politisch Verantwortlichen, klafft in den USA zunehmend auseinander. In dieser Hinsicht galt Hillary Clinton zu sehr als Repräsentantin des vorherrschenden Politikbetriebes, von dem sich viele enttäuscht abgewendet haben. Der Sieg von Trump zeugt also auch davon, dass sich die amerikanische Demokratie in einer Krise befindet“, stellt Dietmar Köster abschließend fest.

1 comment for “SPD-Europaabgeordneter befürchtet nach Trump-Sieg schwere Zeiten für politische EU-USA-Beziehungen

  1. reinhardjacob
    9. November 2016 at 12:05

    …na dann mal “entsetzt”, Herr Köster?!
    Was hat er denn erwartet bei einer Wahl zwischen einer intelligenten Kriminellen und einem dümmlichen Kriminellen? Hinter den Beiden steht doch noch was, oder?!

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