„Jüdisches Leben in Unna“ – Stadtrundgang zum Gedenken an die Pogromnacht

JüdischUnna. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brannten auf Veranlassung des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland Synagogen, wurden Geschäfte jüdischer Besitzer zerstört, jüdische Bürger verhaftet, misshandelt und getötet.

Am Sonntag, 13. November 2016, lädt das Hellweg-Museum im Gedenken an das Novemberpogrom zum Stadtrundgang „Jüdisches Leben in Unna“ ein. Nach einer Einführung im Museum anhand von Objekten zur jüdischen Kulturgeschichte begleitet die Historikerin und Museumspädagogin Birgit Hartings die Teilnehmer zu Orten, die mit der Geschichte der jüdischen Bevölkerung Unnas verbunden sind. Die Entrechtungs- und Verfolgungspolitik der Nationalsozialisten steht hierbei im Mittelpunkt. Da der Weg auch auf den jüdischen Friedhof führt, sind männliche Teilnehmer gebeten, eine Kopfbedeckung mitzubringen.

Das etwa zweistündige Programm ist kostenlos und beginnt um 14.30 Uhr im Hellweg-Museum Unna.

2 comments for “„Jüdisches Leben in Unna“ – Stadtrundgang zum Gedenken an die Pogromnacht

  1. reinhardjacob
    9. November 2016 at 11:58

    “…brannten auf Veranlassung des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland Synagogen, wurden Geschäfte jüdischer Besitzer zerstört, jüdische Bürger verhaftet, misshandelt und getötet”
    Und wieviel Anteil an der “Veranlassung” hatten die Brandstifter, Misshandler und Mörder aus der Bevölkerung dabei?
    Bei allem Vergessen/Erinnern bin ich veranlasst, die Ursache dafür genauer zu suchen, damit sowas nie wieder vorkommt, oder?!

    • 9. November 2016 at 12:06

      Völlig richtig, Reinhard. Der Schoß wirkt immer fruchtbarer, aus dem das kroch. Wie das gern an Kommentaren auf lokalen Websites abgelesen werden kann.

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