Donald Trump ist neuer Präsident von Amerika – Jetzt ist Zeit für die Inhalte der jungen Generation

Unnas Juso-Vorsitzender Philipp Kaczmarek - Foto: privat

Unnas Juso-Vorsitzender Philipp Kaczmarek – Foto: privat

von Philipp Kaczmarek

Erst der Brexit und jetzt Donald Trump als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Was vor wenigen Monaten noch unvorstellbar war, ist jetzt Realität. Alle Umfragen und Kommentare vor der Wahl wurden weggewischt von aufgebrachten und enttäuschten amerikanischen Wählerinnen und Wählern. Kaum jemand hat Trump aufgrund seiner Inhalte oder Idee für die Zukunft Amerikas gewählt. Es sollte ein Denkzettel sein für das Polit-Establishment in Washington und ganz Amerika. Der Hass auf Hillary Clinton muss groß sein, wenn ein solcher Hetzer wie Trump die Mehrheit der Amerikaner mit solch einfachen und vielfach falschen Botschaften hinter sich bringen kann. Es zeigt aber auch die große Verunsicherung im Land der Supermacht.

Das Ergebnis der vergangenen Nacht lässt auch uns in Deutschland verunsichert zurück. Ein großer Schock für alle, darauf kann man sich einigen. Aber was bedeutet dieser Schock für uns? Über die zukünftige Rolle Amerikas in der Welt können wir heute nur spekulieren. Die Rolle, die die SPD und die Jusos in den nächsten Monaten einnehmen muss, sollte allerdings klar sein: Wir dürfen nicht in ähnlichen Populismus verfallen wie die Trumps dieser Welt. Wir müssen unsere Ideen und Ziele klar vortragen und verständlich rüberbringen. Es fehlt an Glaubwürdigkeit in der Parteispitze, aber das darf uns nicht davon abhalten, mit klarer Kante vor Ort für sozialdemokratische Politik einzutreten. Denn nur sozialdemokratische Politik bringt diese Gesellschaft nach vorne und hilft allen in unserem Land (z. B. Mindestlohn, Bafög-Erhöhung oder Rente mit 63). Auch wir sind verunsichert aufgrund der Erfolge von AFD oder Trump aber es gibt keine Alternative zum Weitermachen und zum Eintreten für sozialdemokratische Politik. Und dieses Eintreten muss überall passieren, im Alltag oder auf Veranstaltungen, nicht nur in kleinen Rathausbüros oder irgendwelchen Hinterzimmern. Für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität müssen wir uns nicht verstecken.

Und für uns Jusos bringen die Ergebnisse der Brexit und Präsidenten Abstimmung noch eine weitere wichtige Aufgabe mit: Weder für den Brexit, noch für Trump haben die jüngeren Generationen gestimmt. Sie haben sich bei beiden Wahlen für Weltoffenheit und Fortschrittsglauben entschieden. Die älteren Generationen haben dagegen für Populismus und Hetze abgestimmt. Aber es ist unsere Zukunft! Diese müssen wir wieder mehr einfordern – uns mehr einbringen. Die Jusos in der SPD sollten jungen Menschen eine Plattform bieten ihre Ideen vorzutragen und umzusetzen. Das ist die Aufgabe der Zukunft – eine schwierige Aufgabe und eine schwierige Zukunft. Aber wer soll diese Aufgabe angehen,wenn nicht die älteste Partei Deutschlands, die schon andere Krisen gemeistert hat. Beitragsbild: Screenshot Titel BILD-Zeitung

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