Praxismesse “Young Hands”verhalf Joeline Frankenfeld zum Ausbildungsplatz beim Maler Kaplan

Joeline Frankenfeld: „Es hat mir schon immer Spaß gemacht, mit den Händen zu arbeiten“, sagt Joeline Frankenfeld. Seit dem 15. September macht sie ihre Ausbildung beim Qualitätsmaler Kaplan. - Foto: Nathalie Neuhaus

Joeline Frankenfeld: „Es hat mir schon immer Spaß gemacht, mit den Händen zu arbeiten“, sagt Joeline Frankenfeld. Seit dem 15. September macht sie ihre Ausbildung beim Qualitätsmaler Kaplan.
– Foto: Nathalie Neuhaus

Hamm. Mit Erfolg einen Ausbildungsplatz gesichert! Durch die Praxismesse „Young Hands“, die von der Kreishandwerkerschaft Hellweg-Lippe und der Agentur für Arbeit Hamm organisiert wurde, hat Joeline Frankenfeld einen Ausbildungsplatz beim Qualitätsmaler Thomas Kaplan bekommen.

Es ist knapp ein halbes Jahr her, als die 19-jährige Joeline Frankenfeld auf der Praxismesse „Young Hands“ auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz war. Die junge Frau wirkt auf dem ersten Blick schüchtern und zurückhaltend. Aber genau dies sorgte bei Holm Lehmkemper, stellvertretender Geschäftsführer des Qualitätsmalers Kaplan, für Aufmerksamkeit. „Frau Frankenfeld schaute sich ganz interessiert die Liste mit Malerbetrieben an und daraufhin habe ich sie angesprochen, dass sie sich gerne die Liste mitnehmen kann, um sich dort zu bewerben. Gerne könne sie sich auch bei uns bewerben. Darauf antwortete sie, dass sie das schon längst gemacht habe“, sagt Holm Lehmkemper. Der erste persönliche und direkte Kontakt war hergestellt. Holm Lehmkemper und sein Chef, Thomas Kaplan schauten sich Joeline Frankenfelds Bewerbungsunterlagen noch mal genauer an und für sie stand fest: Einen Versuch ist es wert. Sie boten Joeline Frankenfeld für den Anfang ein Praktikum an. „Wahrscheinlich hätte ich ohne Young Hands nicht so schnell diese Chance bekommen, noch in diesem Jahr eine Ausbildung zu beginnen“, sagt Joeline Frankenfeld. „Ich bin froh, dass es noch so gut geklappt hat.“

Während des Praktikums zeigte sich Joeline Frankenfeld als besonders neugierig. Sie beobachtete aufmerksam die Mitarbeiter von Thomas Kaplan bei der Arbeit und wollte schnell selbst ausprobieren und mithelfen. „Rumsitzen? Das gibt es bei mir nicht. Zum Beispiel habe ich in einer Wohnung in Lünen dabei geholfen, die Wände und Decken anzustreichen. Die Arbeit hier macht mir sehr viel Spaß und ich komme gut mit den anderen Mitarbeitern zurecht“, sagt Joeline Frankenfeld. Trotz ihrer 1,52 m war sie sich für keine Aufgabe zu schade und fand immer eine gute Lösung. Die Zusammenarbeit mit Männern macht ihr nichts aus. „Ich bin schon seit Jahren bei der freiwilligen Feuerwehr tätig, daher ist das kein Problem für mich mit vielen Männern zusammenzuarbeiten“, sagt die junge Auszubildende. Thomas Kaplan ist von ihrem Ehrgeiz sehr beeindruckt. „Joeline Frankenfeld hat sich insgesamt drei Mal bei uns beworben und hat nie die Hoffnung aufgegeben“, sagt der Malermeister. „Für mich ist das ein Zeichen von Durchhaltevermögen. Genau solche Jugendlichen und jungen Erwachsene können wir gut gebrauchen.“ Dabei war die Ausbildung zur Malerin nicht der erste Berufswunsch von Joeline Frankenfeld. „Als Frau Frankenfeld neu zu uns kam, wollte sie unbedingt Tischlerin werden“, sagt Alexandra Becker vom Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Hamm. „Wir haben zwar versucht, sie für andere Berufe zu begeistern, blieben aber lange erfolglos.“ Erst seit einiger Zeit kam das Interesse für den Beruf Maler. „Es hat mir schon immer Spaß gemacht, mit den Händen zu arbeiten. Als ich noch beim Kolping-Bildungswerk an einer Maßnahme teilgenommen habe, hatte ich die Möglichkeit in einer Malerwerkstatt zu arbeiten und das hatte mich dann doch überzeugt, dass ich gerne als Malerin arbeiten möchte“, sagt Joeline Frankenfeld.

Seit dem 15. September haben neben Joeline Frankenfeld Criss Mühlbauer und Michael Scholl ebenfalls eine Ausbildung zum Maler bei Thomas Kaplan und Holm Lehmkemper angefangen. „Ursprünglich wollten wir dieses Jahr nur einen Auszubildenden einstellen. Aber Frau Frankenfeld war während des Praktikums so engagiert und konnte uns überzeugen“, sagt Holm Lehmkemper und Thomas Kaplan ergänzt: „Eine Ausbildung ist heutzutage extrem wichtig. Früher hatten wir in einer Berufsschulklasse 40 Lehrlinge gehabt, wovon rund die Hälfte die Ausbildung abgeschlossen hat. Heute sind knapp zehn Lehrlinge in einer Klasse und nicht alle beenden erfolgreich die Ausbildung. Wenn das so weiter geht, haben wir bald zu wenig Maler!“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.