Rundreise durch die Region der Lichtkunst am Hellweg

Copyright “Yellow Marker” von Mischa Kuball: Mischa Kuball

Copyright “Yellow Marker” von Mischa Kuball: Mischa Kuball

Unna. Da wurde schnell ein erweitertes Angebot nötig. Auf Grund der großen Nachfrage findet eine zweite Lichtreise in die Region statt. Karten ab sofort im i-Punkt Unna unter 02303/103-777 oder zib-i-punkt@stadt-unna.de erhältlich.

Die Lichtreise in die Region startet am 26. November 2016 um 19.30 Uhr im Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna, wo die BesucherInnen zunächst einem Pionier der Lichtkunst begegnen werden: François Morellet. Im Anschluss fährt der Lichtbus nach Bönen zum Yellow Marker. Dort besteht die Möglichkeit, den Förderturm zu besteigen und vom Balkon aus einen Blick auf die zahlreichen Lichter der Hellweg-Region zu werfen. Weiter geht es nach Schwerte. Im Stadtpark treffen die Lichtreisenden auf ein Laternen Duo der Brüder Löbbert und anschließend geht es auf das Plateau hinter der Rohrmeisterei, wo sich die ReiseteilnehmerInnen einer Führung von Ulf Weingarten anschließen, der die Philosophie von Kazuo Katase am Beispiel der „Hellen Kammer” erläutert sowie die Skulptur aus Licht und Wasser von Rosemarie Trockel führt. Die Rohrmeisterei Schwerte bietet für die TeilnehmerInnen der Lichtreise jeweils einen kostenlosen Lichtcocktail an. Die Tickets gibt es nur im Vorverkauf bis zum 22. November 2016 zum Preis von 10,90 €.

Eingebettet ist diese Lichtreise in die Nacht der Lichtkunst, die am 26. November 2016 erstmals in der Region stattfindet. Mit dabei sind mit Bergkamen, Bönen, Hamm, Lünen, Schwerte und Unna auch sechs Städte im Ruhrgebiet. Die Nacht der Lichtkunst lädt ihre Besucher dazu ein, das große Spektrum der Lichtkunst in einer Nacht hautnah zu erleben.

Copyright “Helle Kammer” von Kazuo Katase: - Foto: Oskar Neubauer

Copyright “Helle Kammer” von Kazuo Katase: – Foto: Oskar Neubauer

Werke von Kazuo Katase, Mischa Kuball, Vollrad Kutscher, Maik und Dirk Löbbert, François Morellet, Jürgen Stollhans, Rosemarie Trockel, James Turrell uvm. sorgen bei der Nacht der Lichtkunst für eine besondere Atmosphäre im Ruhrgebiet und in weiteren Städten der Hellweg-Region. Das Projekt umfasst etwa 40 Lichtkunstinstallationen. Der so entstandene Weg ist kein herkömmlicher Skulpturengarten, in dem man von Kunstwerk zu Kunstwerk wandelt. Es sind Kunstwerke von Künstlerinnen und Künstlern, die sich auf den jeweiligen Ort eingelassen haben – auf die vorgefundene Architektur und Landschaftsstruktur, das soziale Umfeld, die historischen und gegenwärtigen Sinnzusammenhänge, auf das, was diese Orte geprägt hat, unverwechselbar macht.

Die verschiedenen Installationen geben der nächtlichen Region ein neues Aussehen und offenbaren überraschende Momente. Neben den einzelnen Programmpunkten vor Ort gehören auch verschiedene Lichtreisen zum Angebot, die den Parcours der einzelnen Lichtkunstwerke und die verschiedenen Programmpunkte verbinden. Die Besucher können so unter fachkundiger Leitung die Lichtkunstwerke gleich zweier oder mehrerer Städte „erfahren“. So gibt es vier verschiedene Städtekombinationen und insgesamt neun verschiedene Formate der Lichtreisen. Dazu gehören eine Lichtreise für Familien, Vorträge und Führungen zu ausgewählten Lichtkunstwerken im öffentlichen Raum, eine Dämmerungsführung in den Skyspace von James Turrell, der Besuch der Sonderausstellung „Morellet“, eine Indoor-Installation der RaumZeitPiraten in der Schwankhalle des Zentrums für Information und Bildung in Unna. Shuttlebusse führen auf die Bergehalde „Großes Holz“ in Bergkamen, von wo aus man nicht nur einen nächtlichen Blick über die Region genießen, sondern vor allem die Lichtkunstinstallation „IMPULS-Bergkamen“ der Brüder Maik und Dirk Löbbert von Nahem sehen kann. Lippstadt entführt den Besucher entlang der Lichtpromenade, während Hamm mit den „Brücken“ im Licht fasziniert.

Das Kunstmuseum Ahlen führt wiederum mit seiner Lichtkunstinstallation „Kaskade“ eine kurze spielerische Animationssequenz vor. Zum Verweilen lädt das Ruhrplateau hinter der Rohrmeisterei Schwerte mit dem puristischen Kunstwerk von Kazuo Katase und der scheinbar verspielten Installation von Rosemarie Trockel, Tochter der Stadt, ein. Soest verknüpft in seinen Lichtkunstwerken Historie und Neuzeit. Und in Bönen geht es hoch hinauf in die obere Etage des Förderturms der stillgelegten Zeche Königsborn III/IV, dessen Außenkanten mit gelben Lichtlinien des Lichtkünstlers Mischa Kuball markiert sind. Hoch hinaus geht es ebenfalls in Lünen, und zwar in die 14. Etage des Rathauses, von der man die Lichtkunstobjekte in der Stadt Lünen überschauen kann und die sonst der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist. Vorträge, temporäre Lichtkunstinstallationen, eine Licht-Tanz-Performance sowie Mitmachaktionen für Kinder runden das Programm ab.

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