SPD Kreistagsfraktion besucht Verbraucherzentrale Kamen: Einzelberatung wird komplexer – Jugendliche im Fokus

2. von links: Angelika Kestermann (Regionalleiterin VZ) 4. von links: Elvira Roth tzende (VZ Kamen) 4. von rechts: Angelika Chuhr (Kreissozialausschussvorsitzende) - Foto: SPD

2. von links: Angelika Kestermann (Regionalleiterin VZ)
4. von links: Elvira Roth tzende (VZ Kamen)
4. von rechts: Angelika Chuhr (Kreissozialausschussvorsitzende) – Foto: SPD

Kamen/Kreis Unna. In Lünen entstand vor genau 40 Jahre die erste Anlaufstelle der Verbraucherzentrale im Kreis Unna, es folgte Kamen drei Jahre später und 2010 Schwerte – außerdem besteht die Umweltberatung im Rathaus Unna. Die Finanzierung stemmen Land, Kreis und Städte gemeinsam.

Wurde in den ersten Jahren vor allem zur „weißen Ware“, also Waschmaschine, Geschirrspüler oder Kühlschrank beraten, steht heute der Verbraucher mit seinen „Lebenswelten“ im Mittelpunkt. Dazu zählen Wohnen, Gesundheit, Finanzen, Medien, Energie, Freizeit und Umwelt erläuterte die Regionalleiterin der VZ, Angelika Kestermann den Gästen der SPD-Kreistagsfraktion bei ihrem Besuch der Beratungsstelle in Kamen. „Zunehmend hat der Verbraucher Schwierigkeiten sich auf dem Markt zurechtzufinden, wir sprechen vom verletzlichen Verbraucher“, konnte Angelika Kestermann berichten. Betroffen sind besonders Alte und Junge, Verbraucher, die sich in einer prekären sozialen Lage befinden oder Probleme mit der deutschen Sprache haben.

Die Zahlen im Kreis sprechen für sich und befinden sich auch im Landesvergleich auf hohem Niveau: 2015 verzeichneten die drei Geschäftsstellen über 30 Tsd. Anfragen von Ratsuchenden und Veranstaltungskontakte sowie rund 9000 Internetzugriffe. Die Rechtsberatung wurde von rund 3500 Menschen in Anspruch genommen.

Eine wichtige Forderung auch aus der SPD wurde Mitte 2016 umgesetzt: Seitdem gibt es bei den Banken und Sparkassen das sogenannte „Konto für Jedermann“. Anrecht auf das Basiskonto mit grundlegenden Funktionen haben nun auch Obdachlose, Asylsuchende und Geduldete. „Wir beobachten die Startphase sehr aufmerksam und wollen vor allem wissen, ob die für das Basiskonto erhobene Gebühr angemessen ist“, sagte Elvira Roth von der VZ in Kamen.
Aktuell im Jahre 2016: Kostenfalle Smartphone, häufig zu hohe Gebühren von Inkassobüros, Ärger über Verträge an der Haustür und am Telefon mit Energieversorgern und Telemobilanbietern.

„Wir fordern eine Drittanbietersperre als Standard in allen Smartphones“, so Angelika Kestermann, damit besonders Jugendliche geschützt werden. „Durchblick beim Umgang mit Geld“ – Die Stärkung der Finanzkompetenz junger Menschen im Rahmen der Schuldenprävention stand 2015 bei den über 40 Veranstaltungen der VZ im Kreis im Mittelpunkt, die in Zusammenarbeit mit Schulen durchgeführt wurden. Immerhin beträgt die Kaufkraft von Kindern und Jugendlichen(6 bis 13 Jahre) fast 28 Euro im Monat und damit sind sie eine interessante und stark umworbene Zielgruppe.

Besonders im Übergang Schule-Beruf kommen auf diese Altersgruppe eine ganze Reihe von Entscheidungen zu, auf die sie schlecht oder kaum vorbereitet sind. Kreissozialausschussvorsitzende und Sprecherin der SPD-Kreistagsfraktion Angelika Chur, sagte zu, sich besonders für diese Zielgruppe einzusetzen.

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