GSG-Schülergruppe auf partnerschaftlicher Fahrt gen Osten: Einmal Moskau und zurück

von Karl Helbig (Jahrgangsstufe 9)


Eindrucksvoller Einblick in die russische Geschichte gewann die GSG-Gruppe im Zarenpalais von Alexej Michailowitsch, des Vaters von Peter dem Großen. - Fotos: GSG

Eindrucksvoller Einblick in die russische Geschichte gewann die GSG-Gruppe im Zarenpalais von Alexej Michailowitsch, des Vaters von Peter dem Großen. – Fotos: GSG


Unna/Moskau. Man muss es selbst erlebt haben, um es sich vorstellen zu können. Der riesige, von prunkvollen, weltbekannten Gebäuden gesäumte Rote Platz liegt majestätisch inmitten einer pulsierenden Megastadt. Inmitten der Menschenmengen bahnt sich eine Gruppe Schüler den Weg von der Metrostation „Teatral`naja” über den stark befahrenen, vielspurigen „Theatral Drive“ und durch die Tore am prunkvollen, historischen Museum bis auf den zentralen Platz Moskaus. Ein unglaublicher Anblick bietet sich den Neunt- und Zehntklässlern des Geschwister-Scholl-Gymnasiums und ihren drei Begleitlehrern Mirja Logemann, Oleg Malzer und Vladimir Docenko. Gemeinsam lassen sie ihre Blicke über das schweifen, wovon sie in den letzten Tagen geträumt haben: Der Kreml, das Lenin-Mausoleum und nicht zuletzt das Gum-Kaufhaus warten neben vielen anderen Sehenswürdigkeiten darauf, in den folgenden Tagen von den Schülern entdeckt zu werden.

Alle zwei Jahre veranstaltet das Geschwister-Scholl-Gymnasium in Zusammenarbeit mit dem Gymnasium 1527 einen Schüleraustausch, bei dem mit einem aufregenden Programm den deutschen und russischen Schülern die Kultur und Geschichte des jeweils anderen Landes gezeigt werden. Zehn Tage lang lebten die Unnaer Schüler in ihren russischen Gastfamilien, in denen sie den Tagesablauf, die Sitten und Bräuche – darunter das obligatorische Teetrinken – kennenlernten. Dazu gehörte auch, jeden Morgen mit den Gastschülern zur Schule zu gehen.

Nach ein bis zwei Stunden Unterricht auf Russisch begann das vielfältige Tagesprogramm, das von den russischen Lehrerinnen und Schülern in liebevoller Organisation zusammengestellt worden war. Auf dem Programm standen neben kulturellen Veranstaltungen wie Stadtführungen, dem Besuch des Kosmonautenmuseums und des ehemaligen Zarensitzes sowie zweier Abendveranstaltungen, darunter der amüsante Besuch eines Theaters der russischen Volksmusik und des Staatszirkus, auch spaßige Events wie das Rollenspiel einer russischen Hochzeit. Das Wetter war zwar nicht immer so, wie es sich die Unnaer „Moskaufahrer“ gewünscht hätten, aber als die Gruppe bei strahlendem Sonnenschein den Fernsehturm „Ostankino“ bestiegen hatte und die Aussicht über die Großstadt genoss, war sich Begleitlehrerin Mirja Logemann sicher: „Das haben wir uns nach den verregneten ersten Tagen wirklich verdient!”

Es sind – wieder einmal – richtige Freundschaften zwischen den deutschen und russischen Austauschschülern entstanden, so dass der Abschied am letzten Freitag schwer fiel. Doch es war kein Abschied für immer, sondern nur der Start in eine kurze Pause. Ende November kommen die russischen Schüler nach Unna.

Gruppenbild im Park. - Foto: GSG

Gruppenbild im Park. – Foto: GSG

Beitragsbild: Ein Tag mit Sonnenschein: Die Unnaer Gruppe am Fernsehturm „Ostankino“.

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