Stadtluft macht frei. Landluft gesund – Das hätte Friedrich Engels gefallen

von Karl Feldkamp

Engelskirchen. Ein sozialgechichtsträchtiges Ambiente war garantiert: Im Herrenzimmer der Fabrikanten-Villa, die einst Friedrich Engels’ Vater in Engelskirchen erbaute, las Autor Karl Feldkamp aus eigenen sozialkritischen Erzählungen, an denen Friedrich Engels junior wahrscheinlich seine Freude gehabt hätte.

In dem voll besetzten Raum verfolgte ein aufmerksames Publikum aus vielen Teilen des Bergischen Landes Karl Feldkamps Erzählungen unter dem Gesamttitel „Stadtluft macht frei, Landluft gesund“. Die Stadtgeschichten las aus seinem Buch „AngstAugen“, das er bereits 1997 schrieb. Für die Landgeschichten sucht er noch einen Verlag.karl-lesung1

In der ersten Erzählung setzen sich zwei Mütter erfolgreich für den Bau eines Kinderspielplatzes ein. Die eine, verlor ihren Sohn im Balkankrieg im ehemaligen Jugoslawien, und der Sohn der anderen Mutter, kam in Deutschland bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Der „Platz der unschuldigen Kinder“ wird nach der Überwindung vieler bürokratischer und politischer Hürden gebaut. In der zweiten Stadterzählung geht es um sexuelle Nötigung. Zwei Männer nehmen die bei ihren Fahrten nach Köln Anhalterinnen mit, um in deren „Angstaugen sehen zu können“.

Bei den jeweils folgenden Geschichten vom Land geht es um Fremdenhass gegenüber Flüchtlingen, die in einem Wohnheim mitten im Dorf unflätig beschimpft werden. Am lautesten brüllt ein Mann, der den „Eindringlingen“ Prügel androht, falls sie seine Ehefrau „anpacken“. Allerdings ist seine Frau vor zwei Jahren verstorben.

In der zweiten Erzählung streiten ein kleiner, noch weitgehend traditionell tätiger Nebenerwerbsbauer mit dem Großbauern des Dorfes, der Milchwirtschaft nahezu industriell betreibt und den Markt mit Milch und seine Weiden mit Gülle überflutet. Am Ende kann sich die Frau des Feierabendbauers zumindest als moralische Siegerin fühlen.

Der im Obergischen bekannte Saxophonist Stephan Aschenbrenner verstand es, die Texte mit passenden Musikstücken einfühlsam zu untermalen und erntete dafür vom aufmerksamen Publikum sehr viel Beifall.

Das “Nordlicht” Karl Feldkamp, ist geborener Lübecker, hat über 65 Jahre in Städten gelebt, darunter 17 Jahre in Köln und 22 in Bergisch Gladbach. Als Sozialarbeiter war er 8 Jahre am Kölner Hauptbahnhof tätig und hat dort viele Geschichten erlebt.

Seit gut 5 Jahren wohnt er in dem 560 Einwohner zählenden oberbergischen Dorf Wallefeld und fühlt sich dort sehr wohl, „auch wenn auf dem Lande längst nicht alles in Ordnung ist” “Die Stadt-Landfrage wird auch”, davon ist er fest überzeugt, “in der weiteren Zukunft eine literarische Herausforderung für ihn bleiben.”

Karl Feldkamp wurde 1943 in Lübeck geboren und lebt seit 2011 In Engelskirchen-Wallefeld. Er schreibt Lyrik, Prosa, Satire, Aphorismen und Rezensionen. Bisher veröffentlichte er 5 Bücher, (darunter AngstAugen, Dittrich Verlag, Köln 1997) ein E-Book, ein Hörspiel sowie Lyrik und Prosa im In- und Ausland in Literaturzeitschriften, Schulbüchern, Anthologien und im Rundfunk. 2 Bücher gab er zudem heraus. Er erhielt den Xylos-Lyrikpreis 1981, 2009 den Preis des Stadtverbandes Kultur Bergisch Gladbach Der Bopp. Er ist Mitglied im Verband Deutscher Schriftsteller (VS) sowie in diversen Kulturinitiativen. Sein Motto: Bei jedem Irrtum gewinnt die Wahrheit Zeit.

Karl Feldkamp wurde 1943 in Lübeck geboren und lebt seit 2011 In Engelskirchen-Wallefeld. Er schreibt Lyrik, Prosa, Satire, Aphorismen und Rezensionen. Bisher veröffentlichte er 5 Bücher, (darunter AngstAugen, Dittrich Verlag, Köln 1997) ein E-Book, ein Hörspiel sowie Lyrik und Prosa im In- und Ausland in Literaturzeitschriften, Schulbüchern, Anthologien und im Rundfunk.
2 Bücher gab er zudem heraus. Er erhielt den Xylos-Lyrikpreis 1981, 2009 den Preis des Stadtverbandes Kultur Bergisch Gladbach Der Bopp. Er ist Mitglied im Verband Deutscher Schriftsteller (VS) sowie in diversen Kulturinitiativen. Sein Motto: Bei jedem Irrtum gewinnt die Wahrheit Zeit.

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