Kreis-SPD nahm das in Augenschein: In Lünens Lippeaue schließt die AWO eine Lücke in der Pflege

Der SPD-Arbeitskreis Soziales vor dem AWO-Zentrum Lippeaue. Bildmitte: Sozialsprecherin und Sozialausschussvorsitzende im Kreis Angelika Chur.  - Foto: SPD

Der SPD-Arbeitskreis Soziales vor dem AWO-Zentrum Lippeaue.
Bildmitte: Sozialsprecherin und Sozialausschussvorsitzende im Kreis Angelika Chur. – Foto: SPD

Lünen/Kreis Unna. „Ambulant vor stationär ist unser Ziel bei der Pflege im Kreis Unna“, unterstrich die Leiterin des SPD-Arbeitskreises Soziales und Vorsitzende des Kreissozialausschusses Angelika Chur beim Besuch der SPD im AWO-Zentrum Lünen-Lippeaue. „Wir wissen aber, dass es eine Versorgungslücke zwischen diesen beiden Bereichen geben kann und hier kommt die Pflege-Wohngemeinschaft ins Spiel.” Vor Ort stellten jetzt Martin Hülschbusch und Geschäftsführer Rainer Goepfert von der AWO Kreis Unna den Sozialdemokraten diesen Baustein in der Pflegelandschaft vor.

Bis zu 12 Menschen mit dementieller Erkrankung können in die ambulante Senioren-Wohngemeinschaft an der Lippe aufgenommen werden. Die WG bietet eine Lebensführung außerhalb einer stationären Einrichtung, wahrt die persönliche Sphäre durch das Wohnen im eigenen Appartement, es gibt gemeinsame Mahlzeiten und Freizeitgestaltung. Wichtig: Die Rund-und-die-Uhr-Betreuung durch Fachkräfte ist sichergestellt. Weiterer Vorteil ist der Abruf von Leistungen nach Bedarf. Insgesamt, so die Einschätzung von Martin Hülschbusch bietet die Senioren-WG eine erhöhte Lebensqualität.

Dieser Bewertung konnte sich auch Kreissozialdezernent Torsten Göpfert anschließen. Insgesamt gibt es im Kreis Unna aktuell über 40 Pflegewohngemeinschaften mit rund 400 Plätzen. Alle Einrichtungen unterliegen der Heimaufsicht des Kreises. Das Angebot der Pflege-WG ist geeignet den Quartiersgedanken und die quartiersbezogenen Wohn- und Pflegearrangements zu stärken. Allerdings, so die Erkenntnis des Kreises, konzentrieren sich die weitaus meisten Pflege-WG´s auf die Innenstädte und Zentren. Hier mehr in die Quartiere, in die Nebenzentren zu gehen ist eine Zukunftsaufgabe.

Wichtig auch aus Sicht des Kreises: Pflege-WG´s vermindern den weiteren Bedarf an stationären Einrichtungen mit großer Platzzahl und tragen damit auch dazu bei, den Kostenanstieg in der Pflege zu verringern. Angehörige können sich umfassend über die Pflegebausteine im Kreis unter der Nummer 0800 27 200 200 kostenlos informieren.

Nach der Verabschiedung des stationären Pflegebedarfsplans vor kurzem im Kreistag kündigt Angelika Chur die nächste Stufe mit einer intensiven Bewertung der Angebote im Bereich der ambulanten Pflege an. Dazu zählen auch die Pflege-WG und natürlich die Kurzzeitpflege. Letztere stellt eine wichtige Entlastungsdienstleistung für pflegende Angehörige dar.

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