Neues von den “Hier-kann-jeder-schreiben,-was-er-will,-Plattformen”

Das weltweite Netz und seine als social media bezeichneten “Hier-kann-jeder-schreiben,-was-er-will,-Plattformen” sie haben zumindest eines für alle, die etwas davon verstehen, erlebbar heraus gekehrt. Zwar kann jeder über etwas schreiben, was und wie er will, aber nur wenige verstehen von dem, was sie eigentlich wollen. Vor allem die nicht, die welche Politik von wem auch immer meinen, nach Kräften kritisieren zu müssen. Aber keine Sorge, ihre ebenso verquere wie bisweilen unvertretbare Meinung wird dennoch veröffentlicht, schließlich gibt es ja dieses www und seine Plattformen. Wobei ich zunehmend den Eindruck bekomme, dass ich den Begriff Platt in seiner aktuellen Form neu begreifen muss.

Naseweisend sind da selbsternannte Autoren oder Kommentatoren unterwegs, die meinen, ihre Umgebung darüber aufklären zu müssen, wie sie über Vorgänge analysierend ihre Wertungen formulieren, von denen sie weder etwas genaueres wissen noch ahnend in die Nähe der Faktizität tapsen. “Stand doch so zu lesen”, ist da gern mal als erklärendes Argument parat. Klar, stand ja auch zu lesen, was Frau Storch im Salat treibt oder was bayerische Vordenker für richtig halten, oder dass die AfD eine Alternative sei, wobei streng genommen eine Alternative immer eine Wahlmöglichkeit aus zwei gangbaren Wegen sein muss. Aber das ist schon lange kein gültiger Sprachgebrauch mehr.

Okay, will zwar keiner wirklich wissen, was alternde Auswanderer oder dilettierende Ratsmitglieder unterschiedlicher Erfahrungsebenen so überlegen, wenn sie nicht in den Schlaf kommen, aber man kann es ja mal in die Welt setzen. Nimmt ja eh keiner wahr, oder doch? Egal, Hauptsache man kommentiert. Hört sich ja wie Kommentar an, klingt also wissensbehaftet. Wer kann schon das Gegenteil nachweisen?

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