Ewoca³ Tag 4 – Contact with inhuman german history in Poland

Das Modell zeigt die ganzen Ausmaße des Lagers.

Das Modell zeigt die ganzen Ausmaße des Lagers.

Unna/Krzyzowa. Während wir hier eine relativ unbeschwerte Zeit verbringen, dringen in den letzten Tagen leider schreckliche Nachrichten aus dem restlichen Europa zu uns. Wir haben mit unseren französischen Freunden um die Opfer des terroristischen Anschlags in Nizza getrauert – und nun trauern wir seit gestern auch mit unseren türkischen Freunden um alle unschuldigen Opfer eines Putschversuchs. Das zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, dass sich unsere Schule am Ewoca³-Projekt beteiligt und für Freiheit, die großartige Europäische Idee und den Völkerfrieden einsetzt.
  • So wurden Menschen untergebracht.
  • Alle Informationen wurden von den Besucherinnen und Besuchern aufgesogen.
  • Der zynische Spruch einer Unmenschlichkeit, die staatstragend war.
  • Es waren nur noch ernste Mienen zu sehen.
  • Hier war das Leben nichts mehr wert.
  • Jeder Schritt im Gelände macht die historische Realität deutlich.
  • Ein Augenblick, der das Grauen deutlich macht.

Nicht nur die Ereignisse um uns herum, sondern auch auch das Thema des vierten Tages stimmten uns eher nachdenklich. Den Auftakt um 9.30 Uhr bildete erstmal ein Theaterworkshop zum Thema “Zivilcourage”. Wir diskutierten in der Gruppe Möglichkeiten, um auf Ausgrenzung und Diskriminierung aufmerksam zu werden – und damit richtig umzugehen. So vorbereitet, besichtigten wir am Nachmittag das Konzentrationslager Groß-Rosen, ein Konzentrationslager der deutschen Nationalsozialisten. 3 Stunden verbrachten wir geführt auf dem Lagergelände. Vielen ging das sehr nah, schließlich ist es etwas ganz anderes die Verbrechen der Nationalsozialisten im Schulunterrricht zu hören, oder selbst zu erfahren, wie menschenverachtend die Zustände hier einmal gewesen sein müssen. Zwischen 1940 und 1945 waren im KZ Groß-Rosen etwa 130.000 Menschen inhaftiert, davon sind ca. 40.000 ermordet worden.

Die schrecklichen Eindrücke und die Frage “Wie zur Hölle kann so etwas überhaupt passieren?” standen uns allen ins Gesicht geschrieben. Innerhalb unserer Deutschen Gruppe folgte am Abende eine lange und emotionale Auswertung der in Groß-Rosen gesammelten Eindrücke. Die Gespräche setzten sich auch am abendlichen Lagerfeuer noch fort, aber die Stimmung blieb für heute bedeckt.

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