Ewoca³ Tag 3 – First contact with our work area in Poland

Jede hilfreiche Hand wurde beim Herrichten des Arbeitsplatzes benötigt.

Jede hilfreiche Hand wurde beim Herrichten des Arbeitsplatzes benötigt.

Unna/Krzyzowa. Aufgeregt und neugierig starteten wir in einen neuen Tag. Heute stand der erste Arbeitstag auf dem jüdischen Friedhof an. Leider war das Wetter, wie schon am Vorabend vermutet, extrem regnerisch und mit 15 Grad recht frisch und ungemütlich. Pünktlich um halb 10 wurden wir von dem Bus abgeholt und ins 15 km entfernte Dzierzoniow gefahren. Dort angekommen, besuchten wir die örtliche Synagoge. Wir wurden vor Ort herzlich vom Bürgermeister der Stadt, einer Expertin der jüdischen Geschichte und Rabbi Rafael Blau (der in Wahrheit gar kein Rabbi ist) begrüßt.
  • Sonst wird noch alles kalt.
  • Nun kommt auch essen.
  • Das kann ja nur lecker werden.
  • Aufwärmen beim Kochen.
  • Wie immer strammer Tagesplan, aber dass er so nass werden musste.
  • Gut dass alle wichtigen Informationen noch im Trockenen gegeben wurden.
  • Da wurde jede helfende Hand beim Zeltaufbau benötigt.
  • Weniger freundlich war das Wetter an diesem Tag.
  • Einen freundlichen Empfang gab's im Rathaus durch den Bürgermeister.

Von Rafael bekamen wir einen Überblick über die Geschichte der jüdischen Einwohner in Dzierzoniow, sowie über die Synagoge. Die Stadt hatte schon immer viele jüdische Bürger und entwickelte durch die erhaltene Synagoge besonders in den Jahren nach dem Holocaust eine große jüdische Gemeinde. Zum Ende des Besuchs machten wir noch einen Rundgang durch die Synagoge, natürlich mussten die männlichen Teilnehmer eine Kopfbedeckung trugen. Aber es folgte noch ein Höhepunkt: Wir kamen der Einladung des Bürgermeisters von Dzierzoniow nach und gingen in das nahe gelegene Rathaus. Dort wurden wir im Sitzungssaal freundlich willkommen geheißen und sogar mit Gastgeschenken versorgt. Nun ging es aber endlich auf den jüdischen Friedhof, der für die nächsten Tage unser Arbeitsort sein wird.

Vor Ort bauten wir zuerst ein Zelt auf, um bei Bedarf dort Arbeitsmaterialien zu lagern – ohne Leon wären wir hier aufgeschmissen gewesen. Ein weiterer Gast, ein Profi für jüdische Friedhöfe von der Universität Warschau und deren Instandsetzung, gab uns wichtige Informationen über den Friedhof und wies uns in die richtigen Reinigungstechniken ein. Aufgrund des schlechten Wetters haben wir in unserem Zelt noch einen Mittagssnack gegessen (was schwierig war da Stühle und Tische nicht vorhanden waren…) und sind anschließend zurück zu unser Unterkunft gefahren worden. Den Abend ließen wir mit einem gemeinsamen Kochen von polnischen, italienischen und deutschen Spezialitäten, ausklingen – hier konnten Jana, Anna und Petrina zeigen, was sie bei uns in der Küche gelernt haben. Vollgegessen und mit der Hoffnung auf besseres Wetter, endete der dritte Tag unserer Reise.

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