Definetz e.V. verbreitet sein Rettungssystem vor Plötzlichem Herztod durch die Republik

 Mobile Retter und Definetz arbeiten gemeinsam am Thema Hilfe beim PHT. Friedrich Nölle (l), Dr. Ralf Stroop und Rolf Niggemeier (r) arbeiten an der Integration des Defikatasters in die Mobile Retter App. - Foto: Defnetz e.V.

Mobile Retter und Definetz arbeiten gemeinsam am Thema Hilfe beim PHT. Friedrich Nölle (l), Dr. Ralf Stroop und Rolf Niggemeier (r) arbeiten an der Integration des Defikatasters in die Mobile Retter App. – Foto: Defnetz e.V.

Bönen. Von Bönen aus nach überall in der Republik. Binnen weniger Jahre hat sich das Defikataster von zu dem Referenzverzeichnis für Defibrillatoren-Standorte in Deutschland entwickelt. Mehr als 26.000 Datensätze stehen den Nutzern der umfangreichsten Datensammlung ihrer Art zur Verfügung davon mehr als 17.000 in Deutschland. Dies ist auch Dr. Ralf Stroop von den Mobilen Rettern im Kreis Gütersloh nicht entgangen. Der leitende Notarzt und Ingenieur entwickelte in den vergangenen Jahren das mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete gleichnamige Smartphone-basierte Alarmierungssystem: “Mobile Retter App“.

Das Mobile Retter System ist bereits in den Kreisen Gütersloh und Germersheim im Einsatz und wird zurzeit in zahlreichen weiteren Regionen Deutschlands implementiert. Über die Leitstellen werden fachlich geschulte Ersthelfer per App zusätzlich und möglichst noch schneller zum medizinischen Notfallpatienten gebracht, die z.B. den Plötzlichen Herztod erlitten haben um so schnell wie möglich Wiederbelebungsmaßnahmen einleiten zu können. Mit diesem Projekt können – teils drastisch – die behandlungsfreien Zeiträume zwischen Eintritt eines lebensbedrohlichen medizinischen Notfalls bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes verringert werden.

“In einer zweiten Alarmroutine könnten wir weitere Helfer einsetzen, die einen Defibrillator zum Einsatzort bringen”, sagt der Entwickler der App: “Das setzt allerdings voraus, dass wir die Standorte der Defis kennen und diese Daten auch gut gepflegt werden.”

Zurzeit werden die technischen Voraussetzungen geschaffen um die Informationen aus dem von Definetz e.V. betriebenen Kataster in die Abläufe der Mobilen Retter zu integrieren. “Technische und datenschutzrechtliche Probleme sind dabei zu lösen und die Pflege der Standorte muss sichergestellt sein”, erläutert der Vereinsvorsitzende von Definetz e.V, Friedrich Nölle. Rolf Niggemeier, Geschäftsführer des Systemhauses DCM fügt hinzu: “Wir sind für diese Aufgabe bestens gerüstet und können die Daten genau in der Form liefern, die Dr. Stroop für sein System braucht”. Die Integration der Defikatasterdaten erwarten die Partner schon in der nächsten Version der Mobile Retter App in diesem Jahr.

 Mobile Retter und Definetz arbeiten gemeinsam am Thema Hilfe beim PHT. Friedrich Nölle (l), Dr. Ralf Stroop und Rolf Niggemeier (r) arbeiten an der Integration des Defikatasters in die Mobile Retter App. - Foto: Defnetz e.V.

Mobile Retter und Definetz arbeiten gemeinsam am Thema Hilfe beim PHT. Friedrich Nölle (l), Dr. Ralf Stroop und Rolf Niggemeier (r) arbeiten an der Integration des Defikatasters in die Mobile Retter App. – Foto: Defnetz e.V.

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