Gasleck-Spürer sind achtmal auf der Marathonstrecke unterwegs

Dennis Scheurer von den Stadtwerken und Frank Stockhaus, professioneller Gasschnüffler der Fachfirma SAG, sie finden zur Kundensichheit jedes noch so  kleine Leck in den Leitungen es Unnaer Versorgungsnetzes. - Foto: SWU

Dennis Scheurer von den Stadtwerken und Frank Stockhaus, professioneller Gasschnüffler der Fachfirma SAG, sie finden zur Kundensichheit jedes noch so kleine Leck in den Leitungen es Unnaer Versorgungsnetzes. – Foto: SWU

Unna. Ein achtfacher Marathonlauf für die Sicherheit der Unnaer: Über 350 Kilometer geht Frank Stockhaus das komplette Gas-Rohrnetz der Stadtwerke Unna ab. Der professionelle Gasspürer ist seit Montag, 6. Juni 2016, auf Tour. Mit einer Teppichsonde und Erdgasmessgerät, ausgerüstet mit GPS-Antenne und digitalem Netzplan, kontrolliert der Spezialist der Fachfirma SAG (Iserlohn) alle Hoch-, Mittel- und Niederdruckleitungen, sowie sämtliche Hausanschlussleitungen im Versorgungsgebiet.

Dieser große Komplett-Check der Gasadern ist zum letzten Mal in 2012 durchgeführt worden. „Wir schreiben Vorsorge groß, im Gasnetz darf es keine Undichtigkeiten geben“, sagt Dirk Brämer, Hauptabteilungsleiter Netzmanagement der Stadtwerke. Die Vorsorge zahlt sich aus: Lediglich vier unkritische Schadstellen entdeckte der externe Prüfer bei der letzten Kontrolle. „Alle sind unverzüglich beseitigt worden“, versichert Dirk Brämer. Die Unnaer Stadtwerker selbst sind regelmäßig auf Tour. Dank der sorgfältigen Vorsorge werden selbst kleinste Undichtigkeiten aufgespürt und sofort behoben. „Häufiger als vorgeschrieben werden Unnas Erdgas-Adern geprüft, damit auch in Zukunft die sichere Gasversorgung gewährleistet ist“, erklärt Dennis Scheurer, Gruppenleiter im Rohrnetz der Stadtwerke.
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Die Stadtwerke setzen dabei auf Spezialfirmen die die durch das Regelwerk vorgebenen Überprüfungen durchführen.. Der Gasspürer im Auftrag der Stadtwerke arbeitet mit hoch empfindlichen Geräten: Die sogenannte Teppichsonde erfasst selbst Gasspuren in Millionstel-Konzentrationen. „Selbst durch Lehm oder Asphaltdecken spürt das Gerät mögliche Lecks auf“, erläutert Dirk Brämer. Damit die Vorsorge komplett ist, werden neben den Hauptrohren auch alle abgehenden Hausanschluss-Leitungen geprüft. Eigentümer oder Mieter, die Eindringlinge im Garten vermuten, können beruhigt sein: „Der beauftragte Fachmann kann sich ausweisen“, erklärt Dirk Brämer: „Wir bitten alle Kunden, diese Kontrolle zu unterstützen.“ Die Kontrolle der Hausanschlussleitungen ist wichtig: „Bei elf Gebäuden hatte der Spürer durch diese Messungen Defekte in der Hausinstallation entdeckt. Wir haben die Eigentümer direkt informiert, damit die Gefahr beseitigt wird“, berichtet der Gasfachmann. Nicht nur die ständigen Kontrollen sorgen dafür, dass Lecks in Unna die Ausnahme sind. In den vergangenen Jahren hat das kommunale Versorgungsunternehmen in die Sicherheit investiert. Als eines der ersten Versorgungsunternehmen haben die Stadtwerke alle alten Gußleitungen im Netz ausgetauscht. Auch betagte Stahlrohre aus den 20er Jahren sowie störungsanfällige Leitungen aus den 50er und 60er Jahren wurden durch Kunststoffrohre ersetzt.

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