Lebendige Partnerschaft – GSG-Schülergruppe tauschte sich Wissen voneinander schaffend in Döbeln aus

Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Eger (vor Kopf) freute sich, die Schülergruppe des GSG aus der Partnerstadt Unna im Rathaus zu begrüßen. Fotos: GSG

Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Eger (vor Kopf) freute sich, die Schülergruppe des GSG aus der Partnerstadt Unna im Rathaus zu begrüßen. Fotos: GSG

Döbeln/Unna. Wie funktioniert eigentlich diese unwiderstehlich beweiskräftige DNA-Analyse, mit der immer wieder Mörder und andere Straftäter überführt werden? Im Schülerlabor der Fachhochschule Mittweida konnten jetzt sechs Schüler(innen) des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Unna gemeinsam mit ihren Lehrern und Freunden aus der Partnerstadt Döbeln wieder einmal den konstruktiven Sinn des naturwissenschaftlichen Austauschprogramms mit neuem Leben füllen. Und nebenbei natürlich die herzlichen Kontakte vertiefen, die seit Jahren die Partnerschaft des GSG mit dem Döbelner Lessing-Gymnasium bestehen. Hier die Eindrücke, die eine der Teilnehmerinnen für Unnas Interessierte festhielt.

ein Bericht von Lilith Schenkmann


Am Mittwoch dem 18. Mai 2016 um 8 Uhr morgens trafen wir, 6 Schülerinnen und Schüler des GSG (Jonas Haschke, Ysabell Ullrich, Johannah Löblein, Pia Budde, Carolin Schwarz und Lilith Schenkmann) sowie die zwei betreuenden Lehrer, Jörn Kastrup und Dr. Doris Hecker, uns am Hauptbahnhof in Unna um nach fast einem Jahr die Zugreise nach Ostdeutschland anzutreten. Ein Jahr zuvor, im Frühsommer 2015, hatten uns unsere Austauschpartner aus Döbeln besucht und nun waren wir an der Reihe.

Nach 6 Stunden Fahrt sowie ca. einer Stunde Umsteige- und Wartezeit kamen wir pünktlich um 15:11 Uhr in Döbeln an, wo wir am Bahnsteig von unseren Austauschpartner, den Lehrern Evelyn Griesbach und Heiko Weise sowie einigen hilfsbereiten Eltern empfangen wurden. Nach einer Begrüßungsrunde ging es dann als ersten Stopp zum Lessing Gymnasium (LGD), der zugehörigen Partnerschule in Döbeln, wo wir eine kleine Führung durch den Altbau, sowie die neuen naturwissenschaftlichen Räume bekommen haben.

Von dort aus war es dann nur noch einer kurzer Fußweg zum Bowlingcenter wo wir das traditionelle Turnier Unna vs. Döbeln dieses Jahr für uns Unnaraner entscheiden konnten. Nach einem langen Reisetag und schon sehr erschöpft ging es dann abends zu den Familien und (für manche mehr, für manche weniger früh) ins Bett.

Laborerfahrungen wurden beim Praxistag in der Fachhochschule Mittweida gesammelt.

Laborerfahrungen wurden beim Praxistag in der Fachhochschule Mittweida gesammelt.

Am Donnerstagmorgen war dann der naturwissenschaftliche Praxisteil unseres Austausches an der Reihe. Wir fuhren mit Bus und Bahn zur Fachhochschule Mittweida, welche u.a. eine Fakultät für Biotechnologie besitzt. Dort konnten wir im Schülerlabor eine sogenante PCR (Polymerase-Ketten-Reaktion) durchführen und so eine ganz bestimmte Sequenz auf dem 16. Chromosom von jedem Einzelnen nachweisen. Hierbei konnten wir mit modernen Laborgeräten arbeiten und Interessantes über Gentechnik sowie ihre Anwendung und Entwicklung lernen.

Das Nachmittagsprogramm bestand anschließend aus einem Besuch beim Döbelner Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer sowie einer kleinen Stadtführung, geleitet von einer Schülerin des LGD.

Freitags morgens stand der Tagesausflug nach Dresden an, auf den wir uns alle schon sehr gefreut hatten. Nach einer fast 2 stündigen Zugfahrt war der erste Programmpunkt dort dann der Besuch im deutschen Hygienemusem. Obwohl wir zu Beginn alle etwas skeptisch waren, wurde dies, zumindest für mich, zu einem der Highlights des Austausches. Die Dauerausstellung unter dem Thema „Abenteuer Mensch“ überzeugt durch viele unterschiedliche Abteilungen und Möglichkeiten, Dinge selbst zu testen und auszuprobieren.

Nach eineinhalb Stunden im Museum hatten wir anschließend noch einige Stunden Freizeit in der Innenstadt, während welcher wir etwas Sightseeing gemacht und natürlich ordentlich geshoppt haben, auch das Wetter hat sein Bestes gegeben hat um den Tag noch schöner zu machen. Den Tag ausklingen lassen haben wir dann wieder zurück in Döbeln beim gemeinsamen Grillen in den einzelnen Familien.

Und plötzlich war es schon Samstagmorgen und wir waren wieder am Bahnhof in Döbeln, bepackt mit Reisetaschen und Koffern, um unsere Rückreise anzutreten. Nach vielen Verabschiedungen, Dankesreden und Erinnnerungsfotos ging es wieder in den Zug und ab nach Hause. Ich glaube, wir alle haben die Zeit in Döbeln zusammen mit unseren Austauschpartnern sehr genossen und viele neue Eindrücke gewonnen. Die unterschiedlichen Aktivitäten haben, trotz des eng gestrickten Zeitplans viel Spaß gemacht und vielleicht gibt es ja bald einmal ein Wiedersehen, ob in Döbeln oder hier in Unna.

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