Jusos verlebten ein arbeitsreiches Wochenende bei ihrer Klausur in Münster

Unna. Ein komplettes Wochenende (29. April bis 1. Mai) trafen sich die Unnaer Jusos zu ihrer jährlichen Klausurtagung. 11 JungsozialistenInnen brachen am Freitag nach Münster auf, um sich inhaltlich aufzustellen. Noch am Freitagabend konnten sie den hiesigen Landtagsabgeordneten Hartmut Ganzke zur Diskussion begrüßen. Hartmut Ganzke berichtet sehr ausführlich von seiner Arbeit im Düsseldorfer Landtag.

Erster Tagungsgast war Landtagsabgeordneter Hartmut Ganzke (r.). Komisch, war doch gestern, da war er Juso-Vorsitzender und ich Gast als Referent für Öffentlichkeitsarbeit.

Erster Tagungsgast war Landtagsabgeordneter Hartmut Ganzke (r.). Komisch, war doch gestern, da war er Juso-Vorsitzender und ich Gast als Referent für Öffentlichkeitsarbeit.

Er verwies auf die Erfolge von Rot-Grün auch bei Juso Themen wie der Abschaffung der Studiengebühren. Im Zentrum seines Berichts stand das Thema Integration der Flüchtlinge in NRW. Für Hartmut Ganzke sind zwei Faktoren entscheidend für eine gelungene Integration. Erstens geht es darum, die Asylverfahren zu beschleunigen und so lange Wartezeiten für Asylsuchende in Aufnahmelagern zu vermeiden. Zweitens fordert er gute Bildung für jeden Flüchtling von Anfang an. Nur so könne man sicherstellen, dass Flüchtlinge die deutsche Sprache lernen und somit die Basis für eine gute Integration gelegt wird. Die Unnaer Jusos stimmen Hartmut Ganzke bei Thema Integration zu und bedankten sich beim Abgeordneten dafür, dass die Regierungskoalition es möglich gemacht hat, so viele Flüchtlinge menschenwürdig in NRW unterzubringen.

Auch über kommunalpolitische Themen wurde gesprochen. Hartmut Ganzke lobte ausdrücklich die Veranstaltung des Runden Tisches gegen Gewalt und Rassismus anlässlich der AFD-Demonstration in Unna. Die Unnaer Stadtgesellschaft habe ein starkes Zeichen gegen rechte Hetze und dumpfe Parolen gesetzt. Zum Abschluss des Diskussionsabends wurde von beiden Seiten festgehalten, dass man die enge Zusammenarbeit beibehalten möchte und sogar eine Intensivierung angestrebt werden soll.

Ein Bild vor dem Münsteraner Aasee muss gemacht werden. Das zusammen mit dem Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek (r:).

Ein Bild vor dem Münsteraner Aasee muss gemacht werden. Das zusammen mit dem Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek (r:).

Am Samstagmorgen durften die Jusos dann den heimischen Bundestagsabgeordneten Oliver Kaczmarek zum Gespräch begrüßen. Er berichtete von der aktuellen Situation in der SPD-Bundestagsfraktion, anschließend ergab sich eine durchaus kontroverse Diskussion zur Lage der gesamten SPD. Anschließend wurden vor allem Juso Themen wie Bildungspolitik diskutiert. Oliver Kaczmarek machte deutlich, dass es mit der SPD in der Regierung wieder deutlich mehr Investitionen in den Bildungssektor gegeben hat und dass es ein ursozialdemokratisches Ziel ist und bleiben wird, gleiche Bildungschance für alle herzustellen.

Zum Abschluss ging es um befristete Arbeitsverträge (bei jungen Leuten) sowie Leih- und Zeitarbeit. Die Unnaer Jusos gaben ihrem Abgeordneten die Forderung mit auf den Weg, dass er sich dafür einsetzen möge, dass die sachgrundlose Befristung bei Arbeitsverträgen endlich abgeschafft werden muss.

Im weiteren Verlauf des Samstags diskutierten die Jusos ihr neues Arbeitsprogramm und verabschiedeten es einstimmig. In den nächsten Wochen werden die Jusos es vorstellen. Abschließend berieten sich die Jusos über ihre aktuelle Rolle in der Unnaer SPD und versuchten Möglichkeiten zu finden sich produktiv in die herrschenden Streitigkeiten im Stadtverband einzubringen.
Der nächste Juso Termin wird der AOK-Firmenlauf am 12. Mai sein. Außerdem startet im Mai eine neue Auflage der Jusos&Freunde-Reihe. Am 13.Mi besuchen die JungsozialistenInnen den Hellweger Anzeiger und am 27. Mai wird es einen Ausflug zu einem Bogenschießenkurs nach Dortmund geben. Die nächste reguläre Juso Sitzung findet am 2. Juni 2016 statt.

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