Almost Daily Soap: Jetzt will der umtriebige Pirat auch noch Mairedner werden

Der Mairedner spricht - hier Klaus Pickshaus vom DGB - Bürgermeister Werner Kolter und SPD-Chef Volker König hören auf der Tribüne zu. - Foto: Rudi Bernhardt

Der Mairedner spricht – hier Klaus Pickshaus vom DGB – Bürgermeister Werner Kolter und SPD-Chef Volker König hören auf der Tribüne zu. – Foto: Rudi Bernhardt

Unna. Er hat ja auch lange weder Konstruktives noch Anderes von sich hören lassen. Aber, da isser ja wieder, Unnas Antwort auf Jack Sparrow: der Pirat mit dem selbstbewussten und durchaus zu Recht selbstverständlichen – weil ab zwei Ratsmitgliedern einer Partei ist man tatsächlich eine Fraktion – also der Pirat mit dem Titel Fraktionsvorsitzender. Seine Anwesenheit im politischen Geschäft Unnas fiel in jüngster Zeit nicht weiter auf, was der gesamtstädtischen Sache keinen Schaden machte, aber nun meldet er sich mal wieder zur Wort. Und er macht als möglicher Redner bei der Maikundgebung von sich reden, weil er sich als solcher für die Feier am 1. Mai auf dem Platz der Kulturen anbietet.

So berichtet es das stets rundblickende und crashende Heimatnachrichten verbreitende Leib-und-Magen-Portal. Er schrieb zu diesem Behufe den DGB Dortmund-Hellweg an. Das stets rundblickende Portal zitiert des Piraten-Kapitäns Schreiben als “von sanfter Ironie durchwoben”:

„Sehr geehrte Damen und Herren,
Zu Ihrer Kundgebung am 1. Mai auf dem Platz der Kulturen konnte ich vernehmen, dass der Fraktionsvorsitzende der SPD leider aus persönlichen Gründen verhindert ist. Herr König, welcher die Arbeitnehmerinteressen in unserer Kreisstadt quasi verkörpert, kann ich aber gerne in seinem Redebeitrag vertreten.
Ich als Fraktionsvorsitzender der Piratenpartei im Rat der Kreisstadt Unna kann auch zu vielen Arbeitnehmerthemen an dem „Tag der Arbeit“ referieren; Ihnen dürfte nicht entgangen sein, dass eines unserer Hauptanliegen das Bedingungslose Grundeinkommen ist.
Für Ihre Mühen danke ich und verbleibe in Erwartung einer positiven Antwort mit freundlichen Grüßen.“

Nun, Volker König wird an diesem 1. Mai tatsächlich nicht seinen Platz auf der Bühne neben Bürgermeister Werner Kolter einnehemen, weil er schon vor Monaten angekündigt hatte, dass er zu diesem Termin verhindert sein wird. Das wird dem eifrigen Piraten aber wohl in der Eile, seine Ironie in Worte zu gießen, entgangen sein, sonst hätte er bestimmt sein Angebot an den DGB schon früher abgeschickt. Auch ist ihm wie dem stets rundblickenden Portal in der Vergangenheit entgangen, dass ein SPD-Stadtverbandsvorsitzender noch nie in der jüngsten Vergangenheit eine Mairede hielt. Diese Ehre wurde stets einem Gewerkschafter zuteil.

Nun aber macht der “sanft ironische” Pirat wieder mal medienumfassend auf sich aufmerksam, und bietet sich als Ersatzmann an für jemanden, der immer nur artig neben dem Bürgermeister stand und still dem zuhörte, was die Mairedner zu sagen hatten. So kriegt man auch humorbefüllte Aufmerksamkeit. Und medial gibt’s noch eine weitere Gelegenheit, über etwas zu schreiben, was man unbedingt und zu jeder Gelegenheit veröffentlichen muss.

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