Nur mal ein paar Fakten zur “Causa Risadelli”

Unna. Wenn das Stichwort “Causa Risadelli” irgendwo lesbar wird, dann ist das reflexartige Echo stets überwiegend emotional, eher weniger an Faktizität orientiert. Ob die Öffentlichkeit nun übers Print oder das weltweite Netz hergestellt wird, jeder meint auf einen Blick erkennen zu können, dass hie schwarz und da blütenweiß sichtbar ist.

Nun ist es ja bekanntlich Aufgabe der Journalisten, dem geneigten Leser, der interessierten Leserin, diesen Prozess des Erkennens von Schwarz und Weiß und gegebenenfalls den dazwischen liegenden Graustufen dadurch zu erleichtern, dass eben diesen Rezipienten Informationen geliefert werden. Und diese Informationen sollten nicht vorweg nehmen, was die Meinungsbildung erst am Ende ihres Prozesses für den Informierten bereit hält: seine Erkenntnis.

Daher seien an dieser Stelle mal ein paar Fakten veröffentlicht, deren Realitätssicherheit jeder Überprüfung standhalten.

Am 15. Februar 2016 fasste die Ratsfraktion der Unnaer SPD mit 17 Ja- und 2 Gegenstimmen (ein Mitglied war abwesend, ein anderes musste die Sitzung vorzeitig verlassen) den folgenden Beschluss:

„Die SPD Fraktion beauftragt den Fraktionsvorsitzenden, Volker König, im arbeitsrechtlichen Verfahren mit der ehemaligen Fraktionsgeschäftsführerin Frau Risadelli – unter Beteiligung der jeweiligen Rechtsvertreter – über eine einvernehmliche Aufhebung des bestehenden Arbeitsvertrages zu verhandeln.

Dabei erstreckt sich die anzustrebende Einigung ausschließlich auf die Beendigung des Arbeitsverhältnisses.“

Daraufhin wurden Gespräche mit dem Fraktionsrechtsanwalt Hüser geführt. Dabei wurde – so das Massener SPD-Ratsmitglied Michael Tietze – herausgestellt, dass es im Einigungsfall für ihn durchaus ein Ermessenspielraum gebe, was den Zeitpunkt der Einvernehmlichen Beendigung des Arbeitsverhältnisses betrifft. “Er wurde jedoch von mir ausdrücklich darum gebeten, nach Möglichkeit eine schriftliche Äußerung des Rechtsvertreters von Frau Risadelli zu bekommen, damit Volker König in der Lage ist, einmal etwas Schriftliches zu präsentieren und nicht wieder den ewigen Vorhaltungen der bekannten Skeptiker ausgesetzt ist, die SPD hätte nicht genug angeboten.” Einigung heißt, dass beide Seiten sich und ihre Standpunkte aufeinander zubewegen sollten.

Mit Schreiben vom 21. März 2016 teilt dann der Anwalt von Frau Risadelli dem Rechtsvertreter der SPD-Fraktion, Jens-Peter Hüser mit, dass seine Mandantin „nach derzeitigem Stand“ an keinem Vergleich interessiert sei. Dieses Schreiben wurde laut Michael Tietze an alle Mitglieder de SPD-Ratsfraktion zur Kenntnisnahme weitergeleitet.

Für Michael Tietze ist es unverständlich, warum immer wieder der Eindruck erweckt wird, als seien seitens der SPD-Fraktion Angebote unterbreitet worden, die völlig unannehmbar sind. Die Ablehnung einer Verhandlung über einen möglichen Vergleich sei nicht von der Fraktion ausgegangen.

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